Sachsen Nachrichten Wie klappt's denn mit der Impfung: Impfstart im Rhein-Erft-Kreis: Nicht ganz reibun ... Dresden Nachrichten

nachrichteNews.com - Auch knapp drei Wochen nach dem Impfstart in Deutschland reißt die Diskussion, ob der Start gelungen ist, nicht ab. Das nährt Skepsis und hinterlässt viele Fragen. Dabei wäre es für den Erfolg der Impfkampagne wichtig, wenn sich möglichst viele Menschen impfen ließen. Da die Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen bei den wichtigen Fragen immer auf die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung verwiesen hat, haben wir dort ...

Sachsen Nachrichten Wie klappt's denn mit der Impfung: Impfstart im Rhein-Erft-Kreis: Nicht ganz reibun ... Dresden Nachrichten

nachrichteNews.com - Auch knapp drei Wochen nach dem Impfstart in Deutschland reißt die Diskussion, ob der Start gelungen ist, nicht ab. Das nährt Skepsis und hinterlässt viele Fragen. Dabei wäre es für den Erfolg der Impfkampagne wichtig, wenn sich möglichst viele Menschen impfen ließen. Da die Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen bei den wichtigen Fragen immer auf die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung verwiesen hat, haben wir dort ...

Sachsen Nachrichten Wie klappt's denn mit der Impfung: Impfstart im Rhein-Erft-Kreis: Nicht ganz reibun ... Dresden Nachrichten
12 Januar 2021 - 14:45

Aktuelle Nachrichten ! Auch knapp drei Wochen nach dem Impfstart in Deutschland reißt die Diskussion, ob der Start gelungen ist, nicht ab. Das nährt Skepsis und hinterlässt viele Fragen. Dabei wäre es für den Erfolg der Impfkampagne wichtig, wenn sich möglichst viele Menschen impfen ließen. Da die Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen bei den wichtigen Fragen immer auf die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung verwiesen hat, haben wir dort nachgefragt.Und Dr. Matthias Schlochtermeier, Allgemeinmediziner aus Hürth und Mitglied im Vorstand der KV, hat schnell und umfassend geantwortet.Wie viele Menschen in wie vielen Alten- und Pflegeeinrichtungen sind geimpft, steht aktuell noch Impfstoff zur Verfügung?Dr. Schlochtermeier: Im Rhein-Erft-Kreis sind 3.512 Menschen geimpft. Das entspricht einem Wert von 7,5 pro 1.000 Einwohner. In NRW sind es 6,4 pro 1.000. Damit sind im Rhein-Erft-Kreis die mit der ersten Lieferung zur Verfügung stehenden Impfdosen nahezu vollständig verimpft. In 14 Tagen haben die mobilen Impfteams der KV (Kassenärztlichen Vereinigung) 22 von 45 Alten- und Pfegeeinrichtungen aufgesucht.Unter den Geimpften sind bereits ambulante Pflegedienste, SAPV-Teams (Palliativteams), Feuerwehrleute und Polizisten, die wir jeweils mit den überzähligen Dosen geimpft haben. Mittlerweile ist die Zuteilung aber strenger berechnet (5,5 pro Flasche), sodass der Überstand nicht mehr so hoch ist. Am 30. Dezember konnte ich selbst im Anna-Haus noch 30 Personen zusätzlich impfen. Diese haben wir streng nach den Kriterien der 1. Gruppe rekrutiert. Bei meinen Impfungen habe ich die Feuerwehr gebeten, mir primär RTW-Besatzungen zu schicken.Wann kommt die nächste ‚Lieferung‘, wie viele Impfdosen sind das?Dr. Schlochtermeier: Grundsätzlich plant das NRW-Gesundheitsministerium wöchentliche Lieferungen. Das Land selber bekommt aktuell etwa 140.000 Impfdosen pro Woche. Der Rhein-Erft-Kreis macht etwa 2,5 des Landes aus, daraus ergibt sich mathematisch die Zahl der Zuweisungen. Die nächsten Lieferungen kommen am 17., 18. und 21. Januar - insgesamt 3.556 Dosen. Insgesamt haben wir dann im Rhein-Erft-Kreis seit Impfstart 7.052 Impfdosen bekommen.

Source: Nachrichtenews.com

.649.Nach welchen Kriterien wird die Reihenfolge der Einrichtungen festgelegt, in denen geimpft wird, wann ist die Impfung (erster Durchgang) in den Pflege- und Alteneinrichtungen abgeschlossen?Dr. Schlochtermeier: Die Einteilung der Einrichtungen ist intransparent, es gibt wohl irgendwo zwischen KV und Gesundheitsamt eine Prio-Liste. Wer die erstellt und verwaltet, weiß aber offiziell keiner. Viel Bodennebel um dieses Thema. Es geht in der Praxis auch nach der Bereitschaft der Einrichtungen. Sprich, wann haben die alle Unterlagen (Einverständnisse etc.) zusammen, und sind die betreuenden Hausärzte für die Impfung am Start.Die Bereitschaft der Ärzteschaft ist groß, in den Heimen und im Impfzentrum zu helfen, wir haben da keine Probleme. Der Vorlauf zwischen Impfbereitschaft und Lieferung und Verimpfung beträgt allerdings mindestens fünf Tage.Wann ist Impfstart im Hürther Impfzentrum, an welchen (Wochen-)tagen wird geimpft und wie viele Ihrer Kolleg-Innen beteiligen sich?Dr. Schlochtermeier: Nach den Vorgaben des NRW-Gesundheitsministeriums sollen die Impfungen in den Impfzentren Anfang Feburar starten. Es wären – Stand heute - 500 Impfungen pro Tag im Hürther Zentrum geplant; dazu kommen aber weitere Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen.Schon jetzt melden sich – insbesondere ‚ältere‘ - Leserinnen und Leser, die Sorge habe, mit der Terminvergabe über die 116117 nicht klar zu kommen. Gibt es eine andere Lösung?Dr. Schlochtermeier: Auch 80-Jährige können eine Telefonnummer wählen, das erscheint zumutbar oder kann von der Familie unterstützt werden. Dem Kreis sind keine alternativen Gedankenspiele des NRW-Gesundheitsministeriums bekannt.Mir ist allerdings bekannt, dass andere Bundesländer auch mit Online-Listen arbeiten, die dann wohl mehrheitlich von Familien gefüllt werden. Sind die zentralen Impfzentren aus Ihrer Sicht tatsächlich der sinnvollste/beste Weg? Mancher niedergelassene Kollege sieht das nicht so und hält das ‚Kühlproblem‘ selbst beim Biontec-Impfstoff auch in den Arztpraxen für lösbar.Dr. Schlochtermeier: Hierzu gibt es auch unter den Experten zwei Meinungen: Kreis und die leitende Impfärztin sagen: Zu komplex! Die Kühlung, der sichere Transport und die Aufbereitung des Impfstoffes bedürfen ebenso wie die sehr begrenzte Haltbarkeit des dann rekonstitutierten Impfstoffes (immer in 6er „Gebinden“, die mehr oder weniger zeitgleich verimpft werden müssen) schon einer speziellen Logistik. Ich befürworte das dezentrale Impfen sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der eine inidivduelle Handhabung in den Praxen vor Ort erlaubt. Das ist bei dem Biontech Impfstoff nicht der Fall. Ich persönlich sage: Das wäre kein Problem! Gerade die Hausarztpraxen haben die Erfahrung und Kompetenz im Impfen. Unsere Praxis verimpft pro Jahr etwa 500 Dosen Grippeimpfstoff in weniger als zwei Monaten. Ich könnte sofort beispielsweise jeden Mittwochnachmittag etwa 50 meiner Patienten - die ich mit ihren Risiken sehr gut kenne – impfen. Den Umgang mit den Impfstoff habe ich in Altenheimen bereits geübt und denke die Situation ist sehr gut auf eine Arztpraxis übertragbar. Wichtig ist, dass die Zahl der Geimpften immer durch sechs teilbar sein muss. Dieses einfache Rechenexempel ist aber gut lösbar. Wir haben das bereits gut mit dem Kreis in Zeiten der Schweinegrippe geschafft.Herr Dr. Schlochtermeier, die Redaktion dankt für die ausführlichen Antworten. (Stand der Zahlen: 10. Januar)

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