Sachsen Nachrichten Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung: Hier gibt es Antworten von Professor Dr. Blaes Dresden Nachrichten

nachrichteNews.com - Wir haben unsere Leser dazu aufgerufen, Professor Dr. Franz Blaes, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kreiskrankenhaus in Gummersbach, ihre Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung zu stellen. Die ersten eingesandten Fragen hat Professor Dr. Blaes beantwortet. Der Professor hat selbst mittlerweile übrigens ebenfalls die erste Impfung erhalten.

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nachrichteNews.com - Wir haben unsere Leser dazu aufgerufen, Professor Dr. Franz Blaes, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kreiskrankenhaus in Gummersbach, ihre Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung zu stellen. Die ersten eingesandten Fragen hat Professor Dr. Blaes beantwortet. Der Professor hat selbst mittlerweile übrigens ebenfalls die erste Impfung erhalten.

Sachsen Nachrichten Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung: Hier gibt es Antworten von Professor Dr. Blaes Dresden Nachrichten
03 Februar 2021 - 15:00

Aktuelle Nachrichten ! Region - Die Rheinischen Anzeigenblätter haben Ihre Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, Professor Dr. Franz Blaes, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kreiskrankenhaus in Gummersbach, ihre Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung zu stellen. Die ersten eingesandten Fragen hat Professor Dr. Blaes, der mittlerweile übrigens auch selbst die erste Impfung erhalten hat, beantwortet.Aufgrund der vielen Anfragen veröffentlichen wir nach und nach die wichtigsten und häufigsten Fragen sowie die entsprechenden Antworten. Da Fragen oft einem bestimmten Themenschwerpunkt zuzuordnen waren, werden ganze Themenbereiche beleuchtet.WICHTIG!Es handelt sich hier um eine allgemeine Information über die Corona-Impfung. Diese Information ersetzt nicht das Aufklärungsgespräch durch den impfenden Arzt oder spezifische Informationen des behandelnden Arztes zu eventuell bestehenden Erkrankungen.Wir danken Professor Dr. Blaes für sein Engagement, über das Thema Corona und Impfung aufzuklären! Auswahl des ImpfstoffesKann man bei einer Impfung Auskunft darüber verlangen, mit welchem Impfstoff man geimpft wird?Professor Dr. Blaes: Ja selbstverständlich hat man ein Recht darauf, zu wissen, mit welchem Impfstoff man geimpft wurde. Man kann lediglich nicht vorher frei auswählen, mit welchem Impfstoff man geimpft wird. Corona-ÜbertragungProfessor Dr. Blaes: Ob die SARS-CoV2 Impfstoffe vollständig verhindern, dass man das Virus trotzdem weitergeben kann (sogenannte sterile Immunität), ist noch nicht geklärt. Dies wird man erst in einigen Monaten sicher beantworten können. Übrigens tritt eine sterile Immunität auch bei anderen Impfungen nicht immer auf. Impfen, wenn man infiziert ist?Professor Dr. Blaes: Menschen, die eine Covid-19 Erkrankung durchgemacht hatten, müssen nach derzeitiger Empfehlung der STIKO nicht geimpft werden, da in der Regel eine ausreichende Immunität besteht. Es kann aber nichts passieren, wenn (nach Abklingen der Erkrankung) trotzdem geimpft wird. Generell sollte nicht geimpft werden, wenn man gerade an einer akuten Infektion erkrankt ist. Krankheiten als AusschlusskriteriumBei welchen schweren Krankheiten, etwa laufende Chemotherapie, Immunsuppression, ist zurzeit eine Corona-Impfung nicht zu empfehlen?Professor Dr. Blaes: Bei Patienten mit Chemotherapien oder Immunsuppression sollte der behandelnde Arzt festlegen, wann am besten geimpft wird. Generell sollten auch diese Patienten geimpft werden, allerdings nicht mit einem Lebendimpfstoff (die mRNA Impfstoffe sind Totimpfstoffe und daher in diesem Fall unbedenklich). Impfung bei MedikamentenunverträglichkeitProfessor Dr. Blaes: Die Begleitstoffe sind in der Packungsbeilage aufgeführt, der aufklärende Arzt kann hier direkt gefragt werden. Impfung von KindernGeimpft werden Personen ab 18 Jahre. Wie sieht es mit der Imfpung von Kindern aus?Professor Dr. Blaes: Diese Frage kann derzeit nicht beantwortet werden, weil die Empfehlungen der ständigen Impfkommission derzeit überarbeitet werden. Derzeit wird eine vorrangige Impfung für Kinder, auch mit Vorerkrankungen, nicht empfohlen. Impfung als Auslöser für das VirusKann man durch die Impfung infektiös für das Corona-Virus werden?Professor Dr. Blaes: Nein, weil in den bisher zugelassenen Impfstoffen (Biontech, Moderna, Astra Zeneca) weder das ganze Virus noch der Bauplan für das ganze Virus enthalten ist.  Grippemittel als Ersatz für die Corona-Impfung?Man hört immer wieder, dass ein Grippemittel namens Molnupiravir als Tablette die gleiche beziehungsweise eine vergleichbare Wirkung wie eine Corona-Schutzimpfung hat. Würden sich so Impfprozeduren erübrigen, zumal die Impfstoffversorgung nicht zuverlässig ist?Professor Dr. Blaes:Molnupiravir ist ein antiviraler Wirkstoff, der ursprünglich zur Behandlung der Influenza entwickelt wurde. In einer tierexperimentellen Studie konnte dieses Medikament die Übertagung von SARS-CoV2 hemmen. Es gibt aber bis jetzt noch keine Studienergebnisse bei Menschen. Solange es keine kontrollierte Studie an Menschen gibt, kann die Einnahme eines solchen Medikaments nicht empfohlen werden. Impfung und SchwangerschaftHat die Corona-Impfung negativen Einfluss auf den Kinderwunsch? „Wir haben gelesen, dass man nach der Impfung zwei Monate kein Kind zeugen soll. Aber weshalb zwei Monate warten? Was ändert sich ab dem dritten Monat?“, so etwa die Frage eines Leserpaares. Kann die Impfung bei einer bestehenden Schwangerschaft durchgeführt werden? Hat die Impfung Auswirkungen für das ungeborene Kind zur Folge? Professor Dr. Blaes: Hinweise auf eine verminderte Fruchtbarkeit nach der Impfung gibt es nicht. Der Abstand von zwei Monaten zur geplanten Zeugung eines Kindes ist zum einen ein etwas willkürlich gewählter Sicherheitsabstand aus Zulassungsstudien, erklärt sich aber zumindest daraus, dass eine Impfung eine (gewollte) entzündliche Reaktion im Körper hervorruft, die nach zwei Monaten sicher abgeklungen ist. Der Grund, warum die Impfung bei Schwangeren nicht empfohlen wird, liegt einfach in fehlenden Studiendaten. Da Schwangere aus Sicherheitsgründen zunächst von Zulassungsstudien ausgeschlossen werden, gibt es einfach keine ­Sicherheitsdaten. Immunsuppressiva und AutoimmunerkrankungenFragen bezüglich einer Impfung bei Autoimmunkrankheiten, etwa Multipler Sklerose oder Myasthenia gravis, haben uns zahlreiche erreicht - auch diese: „Gerne würde ich die Corona-Schutzimpfung bekommen. Ich habe Morbus Crohn und nehme MTX als Dauertherapie. Kann ich mich trotzdem impfen lassen?“Professor Dr. Blaes: Generell gibt es keine Empfehlung, Patienten mit Autoimmunerkrankungen oder immunsuppressiven oder immunmodulatorischen Therapien nicht zu impfen - im Gegenteil, da bei Einnahme von Immunsuppressiva das Risiko eines schweren Verlaufs einer Covid-19 ­Infektion erhöht ist, sollten diese Patienten geimpft werden. Wie hoch der Impferfolg bei immunsupprimierten Patienten ist, kann derzeit noch nicht endgültig beantwortet werden. Wir wissen aber aus Studien mit Grippe-Impfungen bei immunsupprimierten Patienten, dass die Ansprechrate auf die Impfung etwas geringer ist. Wenn auf andere Impfungen Nebenwirkungen aufgetreten sind, sollte dieser Einzelfall vor Corona-Impfung mit dem behandelnden Arzt besprochen werden und dies auch dem impfenden Arzt im Falle einer Impfung vorher mitgeteilt werden. Bezüglich einer Impfung mehrfach transplantierter Patienten unter Immunsuppression sollte das betreuende Transplantationszentrum kontaktiert werden. Bei einer Myasthenia gravis kann ­eine Impfung erfolgen. Die Gefahr, dass sich die Myasthenia gravis da­runter verschlechtern kann, ist als ­äußerst gering anzusehen. Impfung und AllergienProfessor Dr. Blaes: Die Impfung wird auch für Menschen mit Allergien, wie Heuschnupfen, Hausstaub etc. empfohlen. Nicht geimpft werden sollten Menschen, bei denen es in der Vergangenheit zu schweren/lebensbedrohlichen allergischen Zuständen/Schocks gekommen ist oder der behandelnde Arzt das Mitführen eines Adrenalinpens empfohlen hat.

Source: Nachrichtenews.com

.Wenn eine Medikamentenallergie, zum Beispiel gegen ein Antibiotikum besteht, wäre dies nur dann ein Grund nicht zu impfen, wenn dies zu einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion geführt hat. Studienlage/Sicherheitslage der ImpfstoffeProfessor Dr. Blaes......zur Corona-Impfung allgemein: Ich halte es für wichtig, sich impfen zu lassen. Die beiden zugelassenen Impfstoffe wurden in großen Zulassungsstudien untersucht, die entsprechenden Studien sind in Fachzeitschriften (frei zugänglich) publiziert und haben sich als hochwirksam bei sehr moderaten Nebenwirkungen gezeigt. Der Impfstoff wurde nicht nur an jungen Menschen getestet, etwa ein Viertel der Patienten waren über 65 Jahre alt und es wurden auch Patienten mit Vorerkrankungen (Zucker, Bluthochdruck, Übergewicht etc.) eingeschlossen. Aufgrund dieser Daten wurden diese Impfstoffe dann in der EU zugelassen....zur Impfstoff-Zulassung: Es handelt sich um eine reguläre Zulassung und nicht um eine Notfallzulassung, wie zum Beispiel in Großbritannien. Natürlich können unter einer Impfung Nebenwirkungen und Komplikationen auftreten, eine absolute Sicherheit gibt es bei keinem Medikament. Es hat sich aber gezeigt, dass die Nebenwirkungen bei den allermeisten Menschen nicht schwerwiegend sind und Impfkomplikationen bisher sehr selten aufgetreten sind. Auch schwere allergische Reaktionen werden bisher nur in einer Häufigkeit von etwa 1:90.000 beobachtet....zu immer wieder genannten Zahlen zu angeblichen Impftoten: Bei der sehr großen Anzahl an geimpften, sehr alten und schwer vorerkrankten Patienten kommt es zum einen vor, dass ein Mensch zufällig in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung an einer völlig anderen Ursache verstirbt. Da es aber auch möglich ist, dass ein Mensch durch die Impfung zu Schaden gekommen ist, gibt es in Deutschland und in vielen anderen Ländern eine Meldepflicht für Impfkomplikationen und Impfschäden. Diese werden dann von Fachleuten untersucht, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt. In Deutschland sind bisher nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts keine Fälle bekannt, bei denen die Impfung als Todesursache belegbar wäre...zur Sterblichkeit in Zusammenhang mit Corona:Dass eine Covid-19 Erkrankung von 99,9 Prozent überlebt wird, ist falsch. Die Sterblichkeit dieser Erkrankung liegt im Durchschnitt irgendwo zwischen 0,3 bis zwei Prozent, wobei die Sterblichkeit ab 50 Jahren und mit zunehmender Anzahl Vorerkrankungen deutlich zunimmt. Bei den über 70-Jährigen findet sich bereits eine Sterblichkeit von etwa fünf Prozent. Bei den über 80-jährigen liegt die Sterblichkeit einer Covid-19 Infektion bei mehr als 15 Prozent. Auch hierzu gibt es inzwischen ausreichend wissenschaftliche Literatur. Daneben gibt es eine Reihe jüngerer Patienten (Krebserkrankungen, immunsuppressive Therapie etc) die ebenfalls ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Covid-19 zu versterben. Zudem findet man bei einem Teil der Patienten nach einer Covid-19 Infektion Langzeitschäden.“ Wirksamkeit / Impfabstände / Corona-Infektion und ImpfenProfessor Dr. Blaes......zur Frage der Wirksamkeit und ob man nach drei Wochen die zweite Impfung mit dem gleichen Wirkstoff bekommen muss?Der Impfstoff soll zu etwa 95 Prozent wirken. Sowohl bei dem Biontech, wie auch bei dem Moderna-Impfstoff sind zwei Impfungen erforderlich, um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen (Biontech/Pfizer zweite Impfung nach drei Wochen, Moderna nach vier Wochen). Bei der zweiten Impfung muss der gleiche Impfstoff verwendet werden, wie bei der ersten. Dies wird durch die Impfzentren sichergestellt. Ob eine Immunisierung erfolgreich war, kann nur durch einen Antikörpertest nachgewiesen werden.“...zu Fragen im Falle einer Impfung trotz überstandener oder unwissentlichen Covid-19 Infektion - kann man "überimpft" werden? Also ist eine SARS-CoV2-Infektion überstanden und inzwischen eine Immunität entwickelt, wäre dann eine Impfung schädlich? Sollte man das vorab klären lassen?Eine Impfung für Menschen, die Covid-19 durchgemacht haben, ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht notwendig, da in der Regel für mindestens sechs bis acht Monate eine ausreichende Immunität besteht. Für Menschen, die unerkannt eine SARS-CoV2 Infektion durchgemacht haben, besteht durch die Impfung kein besonderes Risiko. Von daher ist eine vorherige Antikörper-Untersuchung nicht notwendig. Hier gibt es Antworten von Professor Dr. Blaes Auswahl des Impfstoffes Corona-Übertragung Impfen, wenn man infiziert ist? Krankheiten als Ausschlusskriterium Impfung bei Medikamentenunverträglichkeit Impfung von Kindern Impfung als Auslöser für das Virus Grippemittel als Ersatz für die Corona-Impfung? Impfung und Schwangerschaft Immunsuppressiva und Autoimmunerkrankungen Impfung und Allergien Studienlage/Sicherheitslage der Impfstoffe Wirksamkeit / Impfabstände / Corona-Infektion und Impfen nächste Seite Seite 1 von 14

Source = nachrichteNews.com

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