Sachsen Nachrichten Freie Szene setzt nicht nur auf das Prinzip Hoffnung: „Wir sind noch da!" Dresden Nachrichten

nachrichteNews.com - (ha). Nach dem pandemiebedingten Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterschlaf wird nicht selten einseitig über den Zustand des Patienten „Kunst“ debattiert. Von einer Gesamtlähmung bis hin zum Untergang der kreativen Kräfte reichen die Diagnosen. Der Kölner Wochenspiegel befragte einige Repräsentanten aus der freien Theater- und ...

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nachrichteNews.com - (ha). Nach dem pandemiebedingten Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterschlaf wird nicht selten einseitig über den Zustand des Patienten „Kunst“ debattiert. Von einer Gesamtlähmung bis hin zum Untergang der kreativen Kräfte reichen die Diagnosen. Der Kölner Wochenspiegel befragte einige Repräsentanten aus der freien Theater- und ...

Sachsen Nachrichten Freie Szene setzt nicht nur auf das Prinzip Hoffnung: „Wir sind noch da!" Dresden Nachrichten
07 Januar 2021 - 10:00

Aktuelle Nachrichten ! Köln - (ha). Nach dem pandemiebedingten Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterschlaf wird nicht selten einseitig über den Zustand des Patienten „Kunst“ debattiert. Von einer Gesamtlähmung bis hin zum Untergang der kreativen Kräfte reichen die Diagnosen. Der Kölner Wochenspiegel befragte einige Repräsentanten aus der freien Theater- und Tanzszene.Trotz der Stille in den Zuschauerrängen ist im Theater der Keller Bewegung angesagt. Dort kennt man sich mit Katastrophen und Improvisationen spätestens nach dem erzwungenen Auszug aus dem jahrzehntelangen Domizil in der Kleingedankstraße aus: „Das Theater der Keller wurde schon so oft totgesagt. Wir planen lieber die nächste Spielzeit“, konstatiert Pressesprecherin Tatjana Fernau die Lage. Im Dezember erfolgte die erste Online-Premiere von „Das süße Verzweifeln“ mit einer für das Haus typischen Reflektion der Realität im Titel. Auch die unsichere Lage in Bezug auf Mitarbeiterstellen sei nichts Neues: „In der freien Szene sind die Arbeitsplätze ja immer gefährdet. Es funktioniert nur von Stück zu Stück, von Aufführung zu Aufführung. Das Publikum wird wiederkommen. Nur das zählt“, ist sich Fernau sicher.Auch Nadia Raffei vom Freien Werkstatt Theater zeigt sich positiv gestimmt: „Wir arbeiten. Es gibt immer Arbeit, neu entstehende und auch solche, die lange liegen geblieben ist. Zudem laufen die Vorbereitungen auf das Hochfahren nach dem Lockdown. Wir haben bis Ende März 2021 einen konkreten Spielplan. Ob der so kommt oder nicht, ist eine andere Frage, aber die Vorarbeiten müssen getan werden. Wir haben den Optimismus verankert und freuen uns auf die Öffnung. Der Lockdown mit seinen Kontaktbeschränkungen hat das Theater zwar infrage gestellt, doch dies kann sich auch produktiv auswirken: Digitalisierung ist hier sicher ein wichtiger Aspekt. Sie wird die Theater zunehmend prägen.Zwar im gleichen Boot, aber ohne eigene Kajüte, befinden sich die freien Ensembles der Stadt, die im öffentlichen Raum oder im Zuge von Gastspielen auftreten wie beispielsweise die Akteure von Drama e.V.: „Unsere im April geplante und bereits ausverkaufte Wiederaufnahme von ‚Wohnungsbesichtigung‘ musste ausfallen, wurde aber mit 63 beziehungsweise 67 Prozent Ausfallhonoraren vom Kulturamt getragen. Glücklicherweise konnten wir eine Festivaleinladung annehmen und auch spielen. Des Weiteren haben viele, mit denen wir temporär zusammenarbeiten, das NRW-Stipendium beantragt und erhalten. Zusätzlich hat der Fonds ‚Daku‘ unter dem Titel ‚Take that‘ einige spezifische Förderinstrumente bereitgestellt, die nun greifen, zum Beispiel Recherche- Stipendien und Residenzen. Ich als künstlerische Leiterin sowie Theater- und Hörspielmacherin fühle mich gut unterstützt in der Krise.

Source: Nachrichtenews.com

. Darin unterstützt zu werden, ist toll und wäre eigentlich immer wünschenswert, auch jenseits von Corona. So sehe ich hier eigentlich durch die Krise eine Chance auf einen Paradigmenwechsel, der Künstler langfristig und projektunabhängig unterstützt“, berichtet Philine Velhagen.Keinen Hehl aus der Krise macht der Geschäftsführer des Orangerie Theaters, Marko Berger. Optimistisch bleibt er dennoch: „Die Situation ist sehr angespannt, zumal wir insbesondere Mitarbeiter, die für die Veranstaltungen relevant sind, vorübergehend freisetzen mussten. Ein Kernteam bereitet intensiv die Wiederauferstehung vor und begleitet Proben. Wir kooperieren mit circa 30 Gruppen und Netzwerken und kümmern uns darum, ausgefallene Premieren nachzuholen. Auch besteht ein enger Austausch zur Situation der Künstler. Wir strahlen alle Zuversicht aus. Wir haben alle Hilfsoptionen und Möglichkeiten nutzen können, um Einnahmeausfälle zumindest zu lindern. Die Verfahren waren für uns machbar, weil wir für alles Spezialisten im Team haben oder einzelne Mitarbeiter dazu wurden. Abwicklung und Zahlungen erfolgten sehr zügig.“Ebenfalls weit entfernt von Resignation zeigt sich Anthea Petermann von der Deutzer Tanzfaktur: „Wir sind eine junge Institution, die sich rasant entwickelt hat. Durch diese Entwicklung, die nicht immer einfach war, haben wir gelernt, im Krisenmodus zu arbeiten. Wir haben bestanden, trotz Schwierigkeiten und Herausforderungen. Wir kämpfen, solange es nötig ist!“ In Bezug auf digitale Möglichkeiten erklärt Petermann: „Eines haben wir in diesem Jahr gelernt, die Welt wird nach Corona nicht dieselbe sein. Daher bemühen wir uns um die Finanzierung eines Medienraumes, der explizit auf digitale Produktionen ausgelegt ist. Tanz- und Kunstschaffende kratzen gerade erst an der Oberfläche dieser spannenden neuen Welt.“Auf den Punkt bringen Hille Marks und Ragna Kirck die Gegenwart mit dem Statement „Wir haben dieses Jahr überlebt, wir konnten zwischendurch, wenn auch vor wenigen Menschen, spielen, wir haben es geschafft, unsere zwei Premieren herauszubringen. Unser Ensemble besteht noch, wir konnten durchweg Ausfallgagen zahlen. Wir haben einen guten Zusammenhalt und sind sehr stolz darauf, dass wir als Theaterleitung viel Lob für unser Krisenmanagement und unsere Informationspolitik erhalten haben. Wir haben außerdem große Unterstützung aus dem Notfallfonds der Stadt Köln für Kulturinstitutionen erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar. Darüber hinaus haben wir auch sehr viel Hilfe aus unserem Publikum bekommen. Das hat uns sehr berührt“, so die Leiterinnen des Casamax Theater. Entgegen dem Trend zur Digitalisierung sieht sie das Theater als analoge erzählerische Spielstätte und versucht, dies mit den vorhandenen Möglichkeiten zu realisieren.

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