Saarland Nachrichten "Wir haben die Schüler eigentlich in die Notsituation gebracht" Saarbrücken Nachrichten

nachrichteNews.com - Der Berliner Lehrer Rüdiger Borrmann hat sich unter den Augen von Schulleitung und Schulaufsicht zum Corona-Leugner entwickelt. Weil ihre Beschwerden folgenlos blieben, haben sich seine Schüler an den rbb gewandt. Jetzt wird der Fall zum Politikum. Von René Althammer und Olaf Sundermeyer

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nachrichteNews.com - Der Berliner Lehrer Rüdiger Borrmann hat sich unter den Augen von Schulleitung und Schulaufsicht zum Corona-Leugner entwickelt. Weil ihre Beschwerden folgenlos blieben, haben sich seine Schüler an den rbb gewandt. Jetzt wird der Fall zum Politikum. Von René Althammer und Olaf Sundermeyer

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05 Februar 2021 - 09:45

Aktuelle Nachrichten ! Rüdiger Borrmann sieht sich selbst seit einer Woche im "medialen Regen" stehen. In seinem Telegram-Chat-Kanal schreibt der Berufsschullehrer nach der Veröffentlichung seines Falls durch den rbb von "Anschuldigungen ohne Grundlage, Urteile ohne Verhandlung". Viele seiner Schüler lesen mit. Denn vor den Sommerferien hatte er sie als ihr Lehrer am Oberstufenzentrum (OSZ KIM) in Berlin-Wedding schriftlich dazu eingeladen, ihm dort zu folgen: auf Telegram, wo sich seit Monaten die Szene der Corona-Leugner aus der "Querdenken"-Bewegung radikalisiert. Deren Mitteilungen teilt er dort, darunter auch Aufrufe des rechtsextremen Corona-Leugners Attila Hildmann. "Im Wesentlichen gibt es unsachliche Hetze, basierend auf Angst und Emotionen", schreibt Borrmann weiter im Duktus der Protestbewegung, der er sich angeschlossen hat: "Solch ein Verhalten hatten wir schon mal in Deutschland, und es waren keine guten Zeiten." Das ist seine Sicht der Dinge. Er sieht sich als Opfer. Das Angebot, zu diesen Vorwürfen in einem Interview Stellung zu nehmen, hatte er zuvor abgelehnt. mehr zum thema rbb Berufsschullehrer an Berliner OSZ - Ein Corona-Leugner macht Schule "Das ist schon eine harte Nummer" Inzwischen beschäftigt sich auch die Landespolitik mit dem Corona-Leugner aus der Schule. Für Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der in Berlin mitregierenden Linken, ist Rüdiger Borrmann eine Gefahr für die Gesundheit seiner Schüler und seiner Lehrerkollegen. "Das Herunterspielen einer Krankheit, die nachweisbar vielen Menschen das Leben gekostet hat, und das als Lehrkraft gegenüber Schutzbefohlenen – das ist schon eine harte Nummer." Kittler ist selbst Studienrätin. Für sie ist klar, dass Borrmann "nicht mehr auf Schüler losgelassen werden darf." Auch viele seiner Schüler sehen das so. Seit Ausbruch der Pandemie hatte er die gesundheitlichen Folgen einer Covid-19-Erkrankung auch im Unterricht immer wieder in Frage gestellt, verharmlost. Gratiszeitungen des Demokratischen Widerstands im Lehrerzimmer verteilt Die Schüler beschwerten sich bereits seit dem Frühjahr, auch bei anderen Lehrern. Doch lange geschah nichts, sie blieben ihm quasi ausgeliefert, räumt sein langjähriger Kollege Wolfgang Bauer im Gespräch mit dem rbb ein. "Wir haben die Schüler eigentlich schon in gewisser Weise in die Notsituation gebracht, dass sie sich sozusagen nach außen wenden mussten, um Gehör zu finden. Wir hätten gleich den Borrmann direkter ansprechen müssen. Wir hätten vielleicht mehr Druck auf die Abteilungsleitung, auf die Schulleitung ausüben müssen." Bauer erinnert sich, dass die Sache mit Borrmann schon seit dem ersten Lockdown losging, also seit Ende März. Im Lehrerzimmer soll er die Gratiszeitungen des "Demokratischen Widerstands" verteilt haben, das Mitteilungsblatt des lokalen Berliner Anti-Corona-Protests. Darin wurde früh das Szenario einer "Verfassunggebenden Versammlung" nach dem Sturz der "Corona-Diktatur" von Bundeskanzlerin Angela Merkel skizziert.

Source: Nachrichtenews.com

." Kurz zuvor hatte sich eine ganze Gruppe von Schülern mit einem Brief an den Schulleiter gewandt. Beschwerden bleiben lange ohne Antwort Der Schulleiter trägt die Vorwürfe gegen Rüdiger Borrmann erst im August weiter an die Schulaufsicht. Es folgen Gespräche, doch der Lehrer darf weiter unterrichten – auch, nachdem Anfang Oktober eine weitere Beschwerde bei der Schulaufsicht aus dem Kreis der Eltern gegen ihn eingeht. "Er leugnet die gegenwärtige Corona-Pandemie und forderte die Schüler auf, keinen Mund-und-Nasenschutz zu tragen", heißt es in dem Schreiben, das dem rbb vorliegt. Und weiter: "Hinweise der Schüler an die Schulleitung blieben bis dato ungehört." Auch diese Beschwerde bleibt zunächst ohne Antwort. Die Schüler fühlen sich indoktriniert durch ihren Lehrer Borrmann, versuchen sich zu wehren, warten vergeblich, dass die Schulleitung das Gespräch mit ihnen sucht. Ende Oktober suchen sie schließlich mit ihrem Anliegen die Öffentlichkeit. Der rbb will den Schulleiter zu den Vorgängen befragen, doch dieser reagiert nicht auf die Anfrage. mehr zum thema SULUPRESS.DE Demonstrationen im Regierungsviertel - Berliner Polizei bilanziert 77 verletzte Beamte bei Corona-Protest Schulverwaltung untersucht den Fall Borrmann Anders die Senatsschulverwaltung: Es sei eine dienstrechtliche Prüfung gegen Rüdiger Borrmann eingeleitet worden. Wann genau dies geschah, bleibt offen. Die Schulverwaltung will sich dazu nicht äußern. In der vergangenen Woche hatte bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Vorwürfe gegen die Berliner Schulverwaltung erhoben. "Das ist sicherlich ein Versäumnis der Schulaufsicht, dass hier überhaupt nichts passiert ist", sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann dem rbb. Bezogen auf Rüdiger Borrmann teilt er die Einschätzung der Linken-Politikerin Regina Kittler: "Dass der Kollege immer noch an dieser Schule mit diesen Äußerungen herumlaufen darf, ist ein Problem", sagt Erdmann. Für seine öffentliche Äußerung erhielt Erdmann massive Kritik aus der Schulverwaltung. Dort wird der Fall Borrmann jetzt auch auf politischen Druck hin geprüft. Nach rbb-Informationen drohen dem Berufsschullehrer dienstrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung. Die Entscheidung darüber soll in den nächsten Tagen fallen. Sendung: Abendschau, 20.11.2020, 19:30 Uhr

Source = nachrichteNews.com

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