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nachrichteNews.com - In den vergangenen Wochen wurde in Sachen Corona wieder viel vorgeprescht, behauptet und versprochen - in der Politik und in den Medien. Dabei sollte die Pandemie inzwischen doch gezeigt haben, wie wenig das hilft, meint Haluka Maier-Borst.

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nachrichteNews.com - In den vergangenen Wochen wurde in Sachen Corona wieder viel vorgeprescht, behauptet und versprochen - in der Politik und in den Medien. Dabei sollte die Pandemie inzwischen doch gezeigt haben, wie wenig das hilft, meint Haluka Maier-Borst.

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29 Januar 2021 - 20:45

Aktuelle Nachrichten ! Aber nicht nur Politikerinnen und Politiker, auch Medienschaffende gehören zur Gruppe der ungestüm Vorpreschenden. Die Studiendaten zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca zeigen aktuell, dass es unter den Probanden, die über 65 Jahre alt waren gerade einmal zwei Erkrankungsfälle gab: einen in der Placebo-Gruppe, einen in der geimpften Gruppe. Es leuchtet ein, dass das viel zu wenig Daten sind, um irgendeine Aussage zu treffen. Oder wie es der Statistiker Christoph Rothe auf Twitter zusammenfasste: "Wir haben keinen blassen Schimmer" [twitter.com]. Trotzdem ließen es sich mehrere Medien nicht nehmen, zu behaupten, dass der Impfstoff bei Älteren kaum wirke - wenn in Wahrheit genau das schlicht ungewiss ist. Falls jemand in der Grafik den Überblick verliert: die STIKO gibt für die Effektivität des AZ-Impfstoffes bei Ü65J ein Konfidenzintervall von 94,2% bis -1405% (genau: minus Eintausendvierhundertfünf Prozent).Also das statistische Äquivalent von "Keinen blassen Schimmer".— Christoph Rothe (@christoph_rothe) January 28, 2021 Und ja, auch wir bei rbb|24 haben in manchen Momenten dem Drang nach gefühlter Gewissheit nachgegeben. Sei es, weil wir davon ausgingen, dass sich mit der zunehmenden Mobilität die Infektionszahlen nach dem Lockdown ganz automatisch erhöhen würden - was sich zum Glück als falsch herausstellte, weil andere Faktoren eben auch eine Rolle spielen. Oder sei es die Ansicht, dass definitiv die Theater nicht schuld am Mehr der Infektionen seien – während die offiziellen Daten nur eines klar sagten: Man weiß eigentlich gar nicht, wie die Leute sich aktuell anstecken. Während die Pandemie so viel in unserem Alltag verlangsamt, läuft die öffentliche Kommunikation heiß.

Source: Nachrichtenews.com

. Innehalten? Abwarten? Sich klar werden? Fehlanzeige. Stattdessen wird viel "gewillt". Heißt es nicht, dass der Glaube Berge versetzen kann? Es hat schon etwas Hollywoodhaftes, diese Mentalität von "Nimm viel Schwung, dann kommst du über das Hindernis - ganz egal wie hoch es ist." In Filmen, Serien und motivierenden Instagram-Posts, die wir in diesem Lockdown en masse konsumieren, mag das funktionieren. Doch an der Hürde der Pandemie-Realität bleibt man damit hängen. Dem Virus sind kernige Behauptungen egal Das Blöde ist nämlich: Viren haben kein Netflix und benutzen auch kein Social Media. Gerüchteweise zahlen sie noch nicht einmal Rundfunkbeitrag. Sie machen einfach das, was sie machen. Sich vermehren, sich anpassen und dabei immer unberechenbar bleiben - und damit auch die Situation für uns. Hau-Ruck-Mentalität und vorschnelle Schlüsse werden der aktuellen Situation nicht gerecht und sie werden uns hier nicht herausbringen. Demut und lernen, mit dem Mehr an Ungewissheit umzugehen? Schon eher. Was Sie jetzt wissen müssen +++ Hier finden Sie unsere komplette Berichterstattung zum Coronavirus +++ Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg +++ Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten +++ Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist - und was verboten  

Source = nachrichteNews.com

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