Nordrhein-Westfalen Nachrichten "Wir haben so lange für den A49-Ausbau gekämpft" Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - Was die Gegner mit aller Kraft noch verhindern wollen, sehnen sie seit Jahrzehnten herbei: Bürger und Unternehmer, die sich von der A49 nicht nur mehr Lebensqualität erhoffen.

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nachrichteNews.com - Was die Gegner mit aller Kraft noch verhindern wollen, sehnen sie seit Jahrzehnten herbei: Bürger und Unternehmer, die sich von der A49 nicht nur mehr Lebensqualität erhoffen.

Nordrhein-Westfalen Nachrichten "Wir haben so lange für den A49-Ausbau gekämpft" Düsseldorf Nachrichten
16 Oktober 2020 - 10:45

Aktuelle Nachrichten ! Was die Gegner mit aller Kraft noch verhindern wollen, sehnen sie seit Jahrzehnten herbei: Bürger und Unternehmer, die sich von der A49 nicht nur mehr Lebensqualität erhoffen. Von Rebekka Dieckmann Videobeitrag Video 02:37 Min. |05.10.20, 19:30 Uhr |hessenschau zum Video Unternehmen hoffen auf A49-Ausbau[Videoseite] Video Bild © hr Ende des Videobeitrags Die Strecke ist unter Autofahrern berüchtigt: Über gut 50 Kilometern geht es auf der B3 von Marburg in Richtung Kassel. Bis zum derzeitigen Ausbauende der A49 bei Neuental (Schwalm-Eder) dauert es eine Dreiviertelstunde. Wer es schafft, unterwegs eine der vielen Lastwagenkolonnen zu überholen, landet ruckzuck hinter der nächsten - und hinter jeder Kurve könnte eine Hofausfahrt lauern oder eine hochmoderne Blitzersäule. Geplanter Lückenschluss zwischen der A49 und A5 Bild © hessenschau.de Immer wieder führt die B3 durch kleine Orte wie Gilserberg oder Jesberg (Schwalm-Eder). Tag und Nacht donnern Tanklaster, Lebensmitteltransporter und Privatautos durch die Dörfer. Seit Jahren klagen die Anwohner über Lärm und Gestank. "Wir haben so lange gekämpft", sagt die Jesberger Bürgerin Rosemarie Lock: "Jetzt muss die A49 auch gebaut werden." Pro Tag 24.800 Fahrzeuge 2018 wurden auf der B3 bei Cölbe nördlich von Marburg innerhalb von 24 Stunden 24.800 Fahrzeuge gezählt. Fast jedes zehnte davon war ein Schwerlasttransporter. Zum Vergleich: Auf vielen mittelmäßig befahrenen, voll ausgebauten Autobahnen wurden in der gleichen Messung zwischen 50.000 und 60.000 Fahrzeuge gezählt, zum Beispiel auf der A7 bei Fulda oder auf der A45 bei Haiger (Lahn-Dill). 24.800 Fahrzeuge wurden pro Tag auf der B3 nördlich von Marburg gezählt Bild © Rebekka Dieckmann Die B3 allerdings ist einspurig und schmal, sie hat keine Lärmschutzwände und innerorts oft noch nicht mal Bürgersteige auf beiden Seiten. "Nur Autos hier - man kommt ja kaum über die Straße", sagt Reinhard Landsiedel, der in Jesberg mit dem Fahrrad unterwegs ist. Neulich habe er gesehen, wie ein sechsjähriges Kind bei Grün über eine Ampel gehen wollte. "Aber der herannahende Lkw hat einfach nicht gebremst!" Zum Glück sei nichts passiert. Wie wird die Entlastung aussehen? Die Anwohner hoffen auf Entlastung. Unklar ist allerdings noch, wie groß sie sein wird und ob es stattdessen dann einfach andere trifft. Weil Marburg weiterhin keinen direkten Autobahnschluss bekommt, wird der Autoverkehr in die Universitätsstadt hinein weiterhin über Bundesstraßen gehen. "Wir wissen noch nicht genau, wie sich das tatsächlich entwickelt", sagt etwa Thomas Kügler. Er ist einer der vielen Imbissbetreiber an der B3.

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. Imbissbudenbetreiber Kügler: "Die Frage ist, ob die B3 tatsächlich so stark entlastet wird" Bild © Rebekka Dieckmann "Vielleicht werden auch nur die Lastwagen auf die neue Autobahn ausweichen und viele Autofahrer weiterhin den direkten Weg nach Norden über die Bundesstraße nehmen." Kügler ist hin und her gerissen: Als Anwohner würde er sich über weniger Durchgangsverkehr freuen, als Imbissbetreiber lebt er davon. SPD: "Schon immer für den Ausbau gewesen" Die SPD im Land und Bund hat besonders für den Bau der A49 gekämpft. "Wir hoffen, dass die vielen Städte und Gemeinden entlastet werden", sagte die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Nancy Faeser, gerade bei einem Besuch in Kirtorf (Vogelsberg) am Rand des Dannenröder Waldes. Sie betonte: Die SPD sei schon immer für den Ausbau gewesen, um das platte Land nicht von den Ballungsgebieten abzukoppeln. Ob und wo es durch den Lückenschluss zu einer Verlagerung des Verkehrsbelastung kommen könnte, sei eine "schwierige Prognose", sagt Faeser. Sie hoffe, dass keine neue Belastungen eintreten. Damit es insgesamt zu weniger Verkehr komme, müsse der Staat weiterhin massiv in den Personennahverkehr investieren. Bündnis "JA49" erhofft sich Wirtschaftsförderung "Wir warten auf den Lückenschluss", das hört man auch von vielen regionalen Unternehmen. Einige haben sich im Bündnis "JA49" zusammenschlossen, dem auch das Regionalmanagement Mittelhessen und die Bürgermeister der Städte Stadtallendorf und Neustadt (Marburg-Biedenkopf) sowie Homberg/Ohm (Vogelsberg) angehören. Unternehmen wie die Marburger Tapetenfabrik und der Tür- und Fenstergriffhersteller Hoppe erhoffen sich von der Autobahn wirtschaftliche Vorteile für die Region. Auch Privatleute unterstützen "JA49" wegen der besseren Anbindung, etwa um schneller zum Arbeitsplatz zu kommen. An einer Demo nahmen Ende September rund 300 Befürworter teil. Unternehmer: A49 ist besser für das Klima Der mittelständische Filtersystemhersteller Faudi ist vor zehn Jahren sogar extra wegen der geplanten Anbindung an den Rand des Herrenwalds bei Stadtallendorf gezogen. Für Geschäftsführer Hans-Gerd Knack ist die Autobahn dringend notwendig. So sei es derzeit wegen der langen Fahrtzeiten schwierig, Bewerber aus Nordhessen zu gewinnen, berichtet er. Unternehmer Hans-Gerd Knack: Extra wegen der A49 an Standort gezogen Bild © hessenschau Knack verspricht sich von der Autobahn nicht nur kürzere Wege und Zeitersparnis, sondern auch ökologische Vorteile: "Angesichts der längeren Fahrtwege und des Stop-and-Go-Tempos des Schwerlastverkehrs durch die Ortschaften braucht man sich über den CO2-Ausstoß nicht unterhalten", sagt er. Das könne für das Klima doch nicht besser sein als Autobahnverkehr. Anwohner bedauern Waldrodung Verständnis für das Anliegen der Umweltschützer im Dannenröder Wald und im Herrenwald hört man in den betroffenen Orten an der B3 durchaus: "Lasst die guten Bäume stehen", sagt etwa Günther Lau aus Jesberg. Er sei zwar klar für die Autobahn. "Man hätte die aber vielleicht wo anders lang führen können." Ähnlich sieht es Anwohner Thomas Eigel: "Es ist schade, dass dafür Wald abgeholzt werden muss." Aber es ergebe für ihn einfach keinen Sinn, so wie jetzt die A49 irgendwo im Feld enden zu lassen. Er vermutet: Würde man die Autobahn heute planen, würde man das wohl anders machen. "Aber jetzt ist das nun mal durch." Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 05.10.2020, 19.30 Uhr

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