Nordrhein-Westfalen Nachrichten Test in hessischen Kliniken: Eine App, die Leben retten kann Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - In der Intensivmedizin kommt es oft auf jede Minute an: Ärzte müssen schnell entscheiden, welche Behandlung für den Patienten am besten ist. Eine hessische App soll dabei helfen. In Korbach laufen erste Tests.

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nachrichteNews.com - In der Intensivmedizin kommt es oft auf jede Minute an: Ärzte müssen schnell entscheiden, welche Behandlung für den Patienten am besten ist. Eine hessische App soll dabei helfen. In Korbach laufen erste Tests.

Nordrhein-Westfalen Nachrichten Test in hessischen Kliniken: Eine App, die Leben retten kann Düsseldorf Nachrichten
22 November 2020 - 18:30

Aktuelle Nachrichten ! In der Intensivmedizin kommt es oft auf jede Minute an: Ärzte müssen schnell entscheiden, welche Behandlung für den Patienten am besten ist. Eine hessische App soll dabei helfen. In Korbach laufen erste Tests. Von Michelle Goddemeier Häufig muss ein Patient aus dem ländlichen Raum in ein größeres Krankenhaus verlegt werden. Der Grund: Krankenhäuser auf dem Land haben oftmals nur wenige Fachärzte und Betten. Vor allem Kliniken mit 700 bis über 1.000 Betten, sogenannte Maximalversorger, bekommen oft Anfragen, ob sie Patienten aus kleineren Krankenhäusern übernehmen können. Am Telefon schildern die Ärzte dann die Geschichte des Kranken. Doch den Patienten sehen kann der Arzt am anderen Ende der Leitung nicht. Auch die Patientenakten und -werte kennt er nicht. "Eine professionelle Beurteilung eines schwerkranken Intensivpatienten per Telefonübergabe ist nahezu unmöglich", sagt Prof. Dr. Ralf Muellenbach, Chefarzt der Intensivmedizin am Klinikum Kassel. So könnte es aussehen: Ein beispielhafter Chat-Verlauf in der Tele-App. Bild © Awesome Technologies Genau an dieser Stelle soll die neue App Abhilfe schaffen. Auf dem Tablet können die Ärzte schnell Patientendaten untereinander teilen: Laborbefunde, Röntgenbilder oder Beamtmungskurven. Per Chat, Audio- oder Videotelefonie können sie sich vernetzen und austauschen - unabhängig ihres Standorts. Das soll zu einer schnellen Entscheidung am Patientenbett führen. Einfacher und schneller Austausch Die App soll vor allem den ländlichen Raum anbinden. Krankenhäuser mit fehlenden Experten können sich mit Fachärzten aus anderen Kliniken austauschen. Durch eine enge Kooperation sollen die Ärzte vor Ort unterstützt werden und es könnte beispielsweise eine für den Patienten belastende Verlegung verhindert werden. "Wir müssen nicht den Patienten zum Tele-Intensiv-System transferieren. Wir können das System an das Bett bringen", sagt Muellenbach, der Leiter des Projekts ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. So kann die App für tägliche Visiten eingesetzt werden. Aber auch bei Notfällen oder wenn Ärzte eine zweite Meinung hören wollen, ist sie geeignet. "Wir wollten ein Tool, mit dem sich Mediziner gut und schnell am Patientenbett austauschen können", sagt Muellenbach. Doch die App sei nicht nur für die Intensivmedizin geeignet. Auch für andere Bereiche sei sie interessant, wie zum Beispiel bei Covid-19-Patienten.

Source: Nachrichtenews.com

. Dort geht es vor allem um die Medikation: Welche Medikamente in welchen Abstände verabreicht werden können, welche miteinander verträglich sind und welche nicht. Dafür tauschen sich die Ärzte in Korbach mit denen in Kassel aus. "Es braucht etwas Vorbereitungszeit. Das ist schon ein gewisser Zeitaufwand", sagt Michael Tübben, Chefarzt der Notfallmedizin in Korbach. So müssten die Unterlagen häufig vorher eingescannt und eine ärztliche Bewertung abgegeben werden, bevor der Austausch per Tele-App erfolgen kann. Trotzdem sieht der Chefarzt vor allem die Vorteile: "Durch das System lernen wir miteinander und voneinander. Für uns ist das ein absoluter Zugewinn." Eine Einweisung brauche man nicht, die App sei einfach zu bedienen. Prof. Dr. Ralf Muellenbach und Oberärztin Sima Krisch vom Klinikum Kassel nutzen die Tele-App für die Intensivmedizin. Bild © Gesundheit Nordhessen Seit vier Wochen finden die Tests in Hessen statt. Auch das Uniklinikum Frankfurt hilft bei der Weiterentwicklung der App mit. Die Testphase soll noch eine Weile laufen. "Unser Plan ist es, dass wir zeitnah Kliniken in Nord- und Südhessen anschließen", sagt Muellenbach. In Zukunft sollen insgesamt zehn Kliniken in Südhessen und zehn in Nordhessen mit der App arbeiten. Datenschutz: gesichert Da in der App viele sensible Daten ausgetauscht werden, hat der Hersteller Features eingebaut, um die App datenschutzrechtlich sicher machen. Das hat auch der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit abgesegnet. "Wir können in einem geschützten Raum Bilder austauschen oder miteinander per Videotelefonie kommunizieren", sagt Tübben vom Stadtkrankenhaus Korbach. Das Projekt ist Teil der E-Health-Initiative des Landes Hessen und wird hessischen Sozialministerium mit rund 900.000 Euro gefördert. Im Austausch mit den Ärzten und Kliniken soll die App stetig erweitert und verbessert werden. Eine ähnliche App gibt es nach Informationen des Entwicklers "Awesome Technologies" auf dem deutschen Markt bisher nicht. Anders sei die Lage weltweit, dort seien die Softwares aber um einiges teuer und für deutsche Krankenhäuser kaum bezahlbar. 200.000 bis 300.000 Euro seien dort pro Krankenhaus fällig. Bei der Tele-App für Hessen belaufen sich die Anschaffungskosten auf circa 400 Euro pro Tablet inklusive Software.

Source = nachrichteNews.com

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