Nordrhein-Westfalen Nachrichten Stillstand in Skigebieten: Liftbetreiber wollen Corona-Lockerungen Düsseldorf Nachrichten

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Nordrhein-Westfalen Nachrichten Stillstand in Skigebieten: Liftbetreiber wollen Corona-Lockerungen Düsseldorf Nachrichten
30 Januar 2021 - 08:00

Aktuelle Nachrichten ! "Bitter hoch zehn", nennt es der Sprecher von Hessens größtem Skigebiet in Willingen. Trotz massig Schnee herrscht dort wie in anderen Wintersportgebieten Flaute, die Lifte sind gesperrt. Ein Aerosol-Experte findet: Das müsste nicht sein. Von Jörn Perske Lust und Frust liegen dicht beieinander in diesem Bilderbuch-Winter - vor allem für Ski- und Snowboardfahrer. Da liegt mal so viel Schnee in Hessen wie seit Jahren nicht. Seit Wochen wäre Ski-Spaß in den Höhenlagen möglich. Doch Abfahrten sind nicht drin, die Lifte wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Die Enttäuschung ist groß. Der Unmut wächst. Zugleich verfeinern die Liftbetreiber ihre Sicherheitskonzepte, um bei Lockerungen des Lockdowns loslegen zu können. "Extrem frustrierend, bitter hoch zehn", findet Jörg Wilke, Sprecher des Skigebiets Willingen, die aktuelle, von der Politik verordnete Zwangspause. Unter der Schließung litten neben den Freizeitsportlern viele Branchen, etwa Hotels, Gastronomie und Skischulen. Sich an der frischen Luft betätigen zu können, würde vielen Menschen gut tun, wie Wilke findet. "Sonst wird der Lagerkoller in der Gesellschaft immer größer." Wilke kritisiert - wie viele Liftbetreiber auch - den rigorosen Lockdown für den Freizeit-Sektor. Es werde nicht unterschieden, welcher Sport welche Infektionsrisiken berge. Wilke klagt: "Die Corona-Regeln sind aus Infektionssicht für uns nur schwer nachvollziehbar." Der reine Skibetrieb - ohne Gastronomie und den zu Corona-Zeiten in Verruf geratenen Après Ski - führe nicht zwangsläufig zu größerem Infektionsgeschehen, vermutet er. Liftfahren mit Maske und Abstand Willingen würde laut Wilke höchstens die Hälfte der Besucher wie sonst auf die Pisten lassen. Das sei über den Ticketverkauf steuerbar. Beim Anstehen für die Bergfahrten könne das Einhalten der Sicherheitsabstände überwacht werden. Fahrten mit Sesselliften - mit Abstand in den Sitzreihen - oder mit Ankerliften an der frischen Luft seien unproblematisch, zumal zum Beispiel FFP2-Masken getragen werden müssten. Der Aerosol-Physiker Dr. Gerhard Scheuch aus Gemünden (Wohra) (Waldeck-Frankenberg) schätzt das Skifahren als unverdächtig für die Verbreitung des Coronavirus ein. "Im Freien ist das Ansteckungsrisiko 20 bis 100 Mal geringer als in geschlossenen Räumen." Scheuch war früher Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin. Aerosole sind winzige Partikel, die in der Luft schwebend auch das Coronavirus übertragen können. Ankerlifte ermöglichen Bergfahrten mit Abstand. Bild © Jens Wellhöner/hr Aus Scheuchs Sicht ist der Lockdown für die Skilifte überflüssig. "Aus wissenschaftlicher Sicht wäre es mehr als sinnvoll, die Skigebiete zu öffnen, um mehr Menschen eine Motivation zu bieten, sich im Freien aufzuhalten und die Infektionsgefahr in Innenräumen zu verringern." Und auch Wilke erklärt: "Österreich macht es vor, wie man Skifahren trotz Pandemie möglich macht." Abgesehen von im Internet kursierenden Videos von dichten Menschentrauben an Liften in vereinzelten Skigebieten. "Fühlen uns in Sippenhaft genommen" Blieben in Willingen, Hessens größtem Skigebiet, neben Freiluft-Liften noch geschlossene Gondeln zur Beurteilung der Corona-Risiken übrig. In den Gondeln wären Masken zu tragen. Sie würden nur halbvoll geladen, alle paar Minuten im laufenden Betrieb gelüftet und desinfiziert. "Wir sind uns sicher, dass wir den Betrieb aus Infektionssicht sauber hinbekämen." Im Sommer habe es ja auch geklappt.

Source: Nachrichtenews.com

. Der Willinger Sprecher hat angesichts derzeit fallender Infektionszahlen die Hoffnung auf ein paar Skitage später in der Saison noch nicht aufgegeben. Bis zum 14. Februar gelten die aktuellen Lockdown-Regeln. Wie es dann weitergeht, ist unklar. Das Auftauchen neuer, aggressiverer Virus-Mutationen hat die Politik aufgeschreckt. Öffnungsszenarien erscheinen deswegen unwahrscheinlicher. Landesregierung setzt auf Kontaktvermeidung Die hessische Landesregierung verfolgt den Kurs, jegliche Kontakte unterbinden zu wollen - und hat in den Corona-Bestimmungen auch die Sperrung von Freizeitsport-Anlagen stehen. Im Profibereich sieht es anders aus: In Willingen findet zum Beispiel gerade der Skisprung-Weltcup statt - allerdings ohne Fans, dafür mit strengen Regeln. In der Rhön bewerten sie die Aussichten auf eine Öffnung pessimistischer. Philipp Maethner, Sprecher beim Skilift-Betreiber Wiegand auf der Wasserkuppe, sagt: "Wir müssen befürchten, dass es in dieser Saison überhaupt keinen Skilift-Betrieb mehr gibt. In Sachsen wurde die Saison schon komplett abgesagt. Und solche Entscheidungen haben in der Politik oftmals einen Domino-Effekt. Wir könnten aber mit einem Sicherheitskonzept starten, wenn man uns lässt und die Infektionszahlen zurückgegangen sind." Saison hätte seit Wochen laufen können Auch Maethner wurmt: "Es schmerzt, dass die Lifte aufgrund des Lockdowns weiter geschlossen bleiben müssen. Das ist besonders schade, weil wir so viel Schnee, wie seit langem nicht mehr auf der Wasserkuppe haben." Aktuell liegt auf Hessens höchstem Berg in Gersfeld ein halber Meter Schnee - trotz nun milderer Temperaturen. "Wir hätten bereits Ende Dezember den Betrieb starten können." Mit zusätzlich technischem erzeugtem Schnee könnte man die Saison noch über Wochen strecken. Abfahrt: Ein Skifahrer in Willingen. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv) Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen machte Maethner keine Angaben. Skigebiets-Sprecher Wilke sagte dagegen in Willingen: "Für die Betriebe mit einem größeren Kostenblock ist die Lage prekärer. Wir hatten eine ganze Mannschaft, die seit September den Winterbetrieb vorbereitet hat." Zudem müssten Kredite bei der Bank bedient werden, für die jüngsten millionenschweren Lift-Neubauprojekte in der hessischen Wintersport-Hochburg. Doch egal ob Lifte an einer Dorfwiese oder im umsatzstarken Ski-Zirkus: "Es geht allen an die Substanz. Einige Betreiber werden das nicht überleben", beurteilt Wilke. Sollten die Auflagen nicht gelockert werden, fordern die Liftbetreiber passendere finanzielle Unterstützung. Die aktuellen Hilfsangebote griffen im Fall der Skigebiete kaum, heißt es aus der Branche. Effektiv würden sie nur zehn bis 15 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen. Besucher-Steuerung über Ticketverkauf Wegen der wirtschaftlichen Belastungen forderten auch bereits die Skigebiete im Sauerland an der Grenze zu Hessen und dem dortigen Willingen einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown. Man habe Hygiene-Konzepte mit limitiertem Ticketverkauf und strengen Kontrollen, teilte die Wintersport-Arena Sauerland. Etwaige Lockerungen versprechen die Liftbetreiber "vorsichtig und verantwortungsvoll" umsetzen. Die Wintersport-Arena erläuterte: "Die Liftbetreiber denken beispielsweise an Testtage, sehr kleine Ticketkontingente, die dann langsam zu steigern wären." Die Besucherlenkung solle durch Zäune und Hinweistafeln sowie Kontrollen auf Parkplätzen und Zuwegen erfolgen, außerdem könne man die Betriebszeiten ausweiten, um die erhöhte Nachfrage zu verteilen. Einen Andrang wie zum Jahreswechsel könne man mit limitierten Ticketverkäufen verhindern. Außerdem sei der Anreiseverkehr außerhalb der Ferienzeit erfahrungsgemäß deutlich geringer. Vor einigen Wochen mussten noch Parkplätze gesperrt werden und Betretungsverbote ausgesprochen werden, um die Masse von Menschen abzuwehren, die sich in den verschneiten Wintersportgebieten vergnügen wollten.

Source = nachrichteNews.com

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