Nordrhein-Westfalen Nachrichten Luftfilter im Klassenraum senken Virenlast um bis zu 90 Prozent Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - Können Luftfilter eine Ausbreitung von Coronaviren im Klassenzimmer unterbinden? Ein Frankfurter Forscherteam kam zu dem Ergebnis: ziemlich gut sogar.

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nachrichteNews.com - Können Luftfilter eine Ausbreitung von Coronaviren im Klassenzimmer unterbinden? Ein Frankfurter Forscherteam kam zu dem Ergebnis: ziemlich gut sogar.

Nordrhein-Westfalen Nachrichten Luftfilter im Klassenraum senken Virenlast um bis zu 90 Prozent Düsseldorf Nachrichten
15 Oktober 2020 - 10:15

Aktuelle Nachrichten ! Können Luftfilter eine Ausbreitung von Coronaviren im Klassenzimmer unterbinden? Ein Frankfurter Forscherteam kam zu dem Ergebnis: ziemlich gut sogar. Viele Eltern, Schüler und Lehrer fragen sich, wie es weitergehen soll an den Schulen. Wie lassen sich Infektionen dort möglichst ausschließen, wenn die Fallzahlen überall in die Höhe schießen? Forscher der Frankfurter Goethe-Universität haben vielleicht eine Antwort gefunden. Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung, und sein Team testeten an einer Schule in Wiesbaden Luftreiniger - mit großem Erfolg, wie er sagt. hessenschau.de: Professor Curtius, wie sah Ihre Studie aus? Joachim Curtius: Wir haben an der Leibnizschule in Wiesbaden, einem Gymnasium, in einem Klassenraum handelsübliche Luftreiniger aufgestellt und während des Unterrichts Messungen gemacht. Wir haben vier Filter statt einem genommen, um mehr Luft filtern und entsprechend schneller den Raum säubern zu können. Die Schüler hatten normal Unterricht. Das Ganze lief eine Woche lang. hessenschau.de: Was kam dabei heraus? Curtius: Es zeigte sich, dass es möglich ist, die allgemeine Aerosol-Belastung innerhalb einer halben Stunde um mehr als 90 Prozent zu senken. Das ist enorm. Weil die Coronaviren sich genauso verhalten wie andere Aerosol-Partikel, können wir annehmen, dass die Filter auch die Coronaviren gut herausfiltern. Wenn zum Beispiel eine infizierte Schülerin oder ein infizierter Schüler in der Klasse sitzt, die oder der über das Sprechen und Atmen Aerosole an die Umgebung abgibt, kann man mit Hilfe der Luftfilter verhindern, dass diese über längere Zeit in der Raumluft schweben, und sie unschädlich machen. Dadurch sinkt die Infektionsgefahr für die anderen Menschen im Raum. hessenschau.de: Welche Filter haben diesen Effekt? Curtius: Wichtig war für uns, dass der Reiniger einen echten HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter)hat, der auch die kleinsten Partikel sehr effizient abscheidet. Wir haben darauf geachtet, dass wir keine Filter verwendeten, bei deren Einsatz Ozon entsteht, denn Ozon ist ein Reizgas. hessenschau.de: Was genau filtert der Luftreiniger? Curtius: Beim Sprechen, Singen und Atmen werden Aerosol-Partikel freigesetzt: einerseits größere Tröpfchen etwa bei feuchter Aussprache und erst recht beim Husten und Niesen; und eben auch, und das ist wichtig, die sehr kleinen Partikel mit etwa einem Mikrometer, die auch Voren enthalten können. hessenschau.de: Haben die Filter die Schülerinnen und Schüler gestört? Curtius: Wir haben die Schüler mehrmals gefragt, wie sie das Geräusch der Filter empfanden oder ob die Zugluft ein Problem war oder ihnen sonst irgendetwas negativ auffiel. Die meisten äußerten sich wirklich sehr positiv. Anfangs war es so, dass unsere Messgeräte lauter waren als die Luftfilter. Also ließen wir einen Tag lang nur die Filter laufen, und da hieß es, dass die Filter selbst nicht zu laut sind. hessenschau.de: Empfehlen Sie, solche Filter in Klassenräumen zu installieren? Curtius: Ich denke schon, dass das möglich ist, dass man in den kommenden Monaten solche Luftfilter während des Schulbetriebs nutzt - gerade in Räumen, wo die Fenster sich nicht oder nur schlecht öffnen lassen, und wenn es draußen kalt ist. Die Luftfilter verringern das Infektionsrisiko deutlich.

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. hessenschau.de: Wie kam es eigentlich zu der Studie? Curtius: Ich habe selbst drei Kinder, die zur Schule gehen. Als im Sommer klarer wurde, dass Aerosole als Übertragungsweg für Sars-CoV-2 eine wichtige Rolle spielen, machte ich mir Sorgen: Wie soll es in den Schulen im Winter weitergehen, wenn man nicht mehr so einfach ständig die Fenster aufmachen kann? Ich habe dem Kultusministerium vorgeschlagen, eine Studie mit Luftfiltern an einer Schule durchzuführen. Dort war man skeptisch, aber ich durfte die Untersuchung auf eigene Kosten machen. Ich bezahlte die Geräte aus meinem Forschungsetat an der Uni. Mir war sehr wichtig, dass es eine unabhängige wissenschaftliche Studie ist. Es gab keine Absprache mit einem Gerätehersteller. hessenschau.de: Die Landesregierung kennt die Ergebnisse Ihrer Studie und prüft sie. Eine Empfehlung für Luftfilter an Schulen gibt sie nicht, sondern sieht sie "maximal als Ergänzung zum regulären Lüften". Wie erklären Sie sich diese Zurückhaltung? Curtius: Ich habe die Hoffnung, dass sich durch unsere Untersuchungen diese Einstellung gerade ändert, und bin im Gespräch mit dem Kultusministerium. Was stimmt, ist, dass Lüften weiterhin wichtig ist. Wenn Schülerinnen und Schüler in einem engen Raum zusammenkommen, erzeugen sie über die Atmung viel CO2. Dagegen helfen die Luftreiniger nicht. Im Winter drei- oder viermal pro Stunde zu lüften bedeutet auch, dass es im Klassenzimmer kalt wird und hohe Heizkosten entstehen. Für mich heißt daher das Konzept gegen Aerosol-Infektion: filtern und lüften, nicht filtern statt lüften. Die Fragen stellte Hanna Immich. Weitere Informationen Wie funktionieren die Luftreiniger, die in der Studie zum Einsatz kamen?Die Raumluft wird ähnlich wie bei einem Staubsauger angesaugt und durch drei Filter geleitet: einen Vorfilter, einen Aktivkohlefilter und einen Hepa-Filter. Auf den Hepa-Filter kommt es an, er filtert die sehr kleinen Aerosolpartikel ab, die potenziell Viren enthalten. Die Luft kommt gereinigt wieder heraus. Die Filter arbeiten nicht mit Frischluft, CO2 wird dabei nicht herausgefiltert.Wo bekommt man solche Filter, und wie viel kosten sie?Die Luftfilter kann man im Elektronikmarkt oder Baumarkt kaufen. Die Geräte, die für die Studie verwendet wurden, sind handelsübliche Geräte für etwa 270 EUR pro Stück. Es gibt auch günstigere Geräte mit Hepa-Filtern für 100 bis 150 EUR. Ende der weiteren Informationen Sendung: hr1, 13.10.2020, 11.50 Uhr

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