Nordrhein-Westfalen Nachrichten Frankfurter Buchmesse mit Hoffnungssignalen eröffnet Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - Frankfurter Buchmesse 2020: Alle Nachrichten, Hintergründe und Videos bündeln wir unter buchmesse.ARD.de.

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13 Oktober 2020 - 19:30

Aktuelle Nachrichten ! Die Frankfurter Buchmesse ist am Dienstagabend mit einem Appell für offene Debatten eröffnet worden. Im Mittelpunkt standen starke Signale der Hoffnung – für die Buchbranche und für uns alle. Videobeitrag Video 02:04 Min. |13.10.20, 16:45 Uhr |hessenschau zum Video Buchmesse startet – digital[Videoseite] Video Bild © hr Ende des Videobeitrags Die Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am Dienstagabend war eine Veranstaltung im kleinen Kreis. Eigentlich sollte es trotz der besonderen Umstände in diesem Jahr einen roten Teppich und eine Eröffnung mit Publikum in der Frankfurter Festhalle geben. Am Montag wurden die Gäste wieder ausgeladen - die Eröffnung wurde im Livestream übertragen, Publikum gab es nicht. Der Gastredner des Abends, der israelische Schriftsteller und Friedenspreisträger David Grossmann, wurde digital zugeschaltet. Damit wurden zwei Dinge deutlich: Ohne digitale Inhalte geht es in diesem Jahr nicht und Kanada - das als Ehrengast eigentlich den literarischen Sprecher stellen würde - hat seinen Gastlandauftritt auf 2021 verschoben. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat eine Videobotschaft gesendet. Appell für offene Debatten Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien (CDU) Bild © hessenschau.de Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) forderte Raum für eine offene Debattenkultur in der Gesellschaft. "Immer wieder geraten Literatur und Kunst zwischen die Fronten, wo einzelne gesellschaftliche Gruppen sich zu Richtern darüber aufschwingen, wer über welche Themen schreiben darf und wer nicht." In anderen Fällen würden Kunstwerke "unter Verweis auf ihr Kränkungspotenzial aus dem öffentlichen Raum verbannt". Es gehöre aber zum Wesen eines Kunstwerks, dass es verschiedene Interpretationen zulasse, betonte die Ministerin. Missverständnisse, Unklarheiten und Mehrdeutigkeiten seien der Preis für die Freiheit der Kunst und die Freiheit des Wortes. "Dafür muss Raum sein in einer demokratischen Gesellschaft", sagte Grütters. Wie bereichernd und inspirierend es sein könne, der Vielfalt Raum zu geben, zeige einmal mehr auch in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse. "Bücher reflektieren immer 'Was passiert mit den Menschen in der Gesellschaft?' und das wollen wir in dieser Woche auch mit der digitalen Buchmesse schaffen", betonte Buchmessen-Chef Juergen Boos. Die Corona-Zeit öffne auch neue Räume für das Lesen - das Buch habe eine Zukunft. Traurigkeit über besondere Form der Buchmesse "Ich glaube, dass es vielen Menschen heute so geht wie mir, wenn ich sage: 'Ich bin traurig'", bekannte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels am Eröffnungsabend. "Denn heute wird mir klar, was mir in dieser Woche alles fehlen wird. An Begegnungen, die mein Verlegerinnenleben nicht nur schöner machen, sondern es beflügeln, ja, es ausmachen. Und nicht alles davon lässt sich in gleicher Qualität ins Netz verlegen." Einen Überraschungsmoment gab es für Staatsministerin Grütters. Sie wurde bei der Eröffnungsfeier für ihr außergewöhnliches Engagement für das Buch mit der Plakette "Der Förderin des Buches" ausgezeichnet. Schmidt-Friderichs, übergab ihr die Auszeichnung - die zuvor allerdings erst noch desinfiziert werden musste. "Monika Grütters engagiert sich in herausragender Weise für eine vielfältige Buchhandels- und Verlagslandschaft in Deutschland", sagte Schmidt-Friderichs. Grütters habe in den herausfordernden vergangenen Monaten stets ein offenes Ohr gehabt. "Sie hat uns aber nicht nur zugehört, sie hat den Literaturbetrieb auch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt. Ihrer Zuwendung - im doppelten Wortsinne - haben wir es zu verdanken, dass wir heute hier stehen", so Schmidt-Friderichs. Die Buchmesse hatte für die diesjährige digitale Ausgabe eine Förderung über zwei Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin erhalten. Grossman wirft einen Hoffnungsanker aus Digital zugeschaltet wurde der israelische Friedenspreisträger David Grossman für eine literarische Ansprache der Hoffnung. Angesichts der hohen Zahl an Corona-Fällen in Israel habe er sich zunächst gefragt: "Wie kann ich von Hoffnung sprechen, wenn die Realität, in der ich lebe, so viel Verzweiflung bringt?", sagte Grossman. "Dann dachte ich: Wenn man mich bittet, über Hoffnung zu sprechen, ist das eine gute Sache. Vielleicht finde ich so die Kraft, gegen die Gravitation von Angst und Traurigkeit anzugehen, die ich spüre, seit Covid-19 in mein Leben getreten ist." Man könne die Hoffnung als eine Art "Anker" betrachten, der aus einer erstickten, verzweifelten Existenz in eine bessere, freie Zukunft geworfen wird.

Source: Nachrichtenews.com

." Gefährliche Folgen der Corona-Krise Grossman befürchtet, dass wir in Folge der Corona-Krise "Zeuge einer Welle des Nationalismus, des religiösen Fundamentalismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Rassismus werden könnten." Dies könne passieren, wenn die Grundlagen der Gesellschaft erschüttert werden. "Das Schreiben - auch wenn es nicht direkt mit der Pandemie zu tun hat - ist unser Mittel zum Widerstand", so der Friedensaktivist. Auf diese Weise widerstehe man Klischees, leeren Parolen, wahllosen Aussagen und Verallgemeinerungen, die den Weg für Aufhetzung, Vorurteile und Rassismus ebnen. Normalerweise wird die Buchmesse offiziell mit einem Hammerschlag eröffnet - doch auch in diesem Jahr war dieser Schlag digital. Wie hätte es anders sein können? In unserem Buchmesse-Ticker halten wir Sie über alles auf dem Laufenden, was rund um die Buchmesse passiert. Ticker Alle Informationen rund um die Buchmesse Mehr lesen Ein bisschen Kanada weht dann aber doch durch Frankfurt. Zum einen wird es 20 virtuelle Events geben, zum Beispiel ein 60-minütiges Gespräch mit Margaret Atwood, einer der berühmtesten kanadischen Autorinnen. "Unser virtuelles Programm für 2020 wird ein Vorgeschmack auf das für 2021 geplante Programmpaket sein", versprach Steven Guilbeault, der Minister für kanadisches Kulturerbe. Auch einige Frankfurter Museen haben am kanadischen Begleitprogramm festgehalten oder es digital angepasst. Anfang September hatte die Frankfurter Buchmesse die Hallenausstellung abgesagt. Nun gibt es die Buchmesse also in einer "Special Edition". Es ist eine Mischung aus Publikumsveranstaltungen in Frankfurt, wie die Lesefeste Open Books und Bookfest und digitalen Inhalten für Fachbesucher. Ein Teil der Lesungen werden aber auch live übertragen. Auch alle Gespräche auf der ARD-Buchmessenbühne gibt es im Livestream. Eigentlich sollte in der Festhalle Publikum Platz nehmen, doch am Montag fiel die kurzfristige Entscheidung, keine Gäste zuzulassen. Ein Hoffnungssignal senden Wie diese größtenteils digitale Messe angenommen wird und wer davon profitiert, bleibt abzuwarten. "Es ist ein großes Experiment", sagte Buchmessen-Direktor Juergen Boos bei der Eröffnungspressekonferenz am Dienstag. Er sei "enttäuscht, sehr enttäuscht", dass das internationale Branchentreffen wegen der Pandemie nicht live stattfinden könne, gab Boos zu. Die Online-Ausgabe biete aber auch Chancen, zum Beispiel könnten mehr Menschen teilnehmen. Rund 4.350 digitale Aussteller aus 103 Ländern haben sich bei der Buchmesse angemeldet. Weil das meiste kostenlos ist, rechnet er mit einem Millionenverlust. Es geht wohl vor allem darum, ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. "Signals of Hope" heißt denn auch die Kampagne, mit der die Buchmesse die Sonderausgabe in den sozialen Medien bewirbt und bei der interaktiv Hoffnungsbotschaften verschickt werden können. Krisenfest durch die Krise Die Buchbranche braucht diese Hoffnungszeichen dringend. Der Buchumsatz bis August dieses Jahres lag um 5,8 Prozent unter dem Umsatz des Vorjahreszeitraums. Direkt nach dem Lockdown waren die Zahlen noch schlechter: Von Januar bis Mitte April lag der Umsatz 14,9 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Besonders betroffen war der Buchhandel vor Ort. "Seit Wiedereröffnung der Läden ist die Nachfrage nach Büchern jedoch groß, die Umsätze liegen seit Juni jeweils über denen der Vorjahresmonate", sagt die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs. "Somit kann der Buchhandel den Umsatzrückstand Monat für Monat verkleinern. Das Buch erweist sich als krisenfest." buchmesse.ARD.de Frankfurter Buchmesse 2020 Zur Übersicht Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 13.10.2020, 16.45 Uhr

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