Nordrhein-Westfalen Nachrichten Die zweite Hochwasser-Welle rollt an Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - Zu den kräftigen Regenfällen gesellt sich nun auch noch das Tauwasser aus den hohen Bergen: Nach kurzfristiger Entspannung drohen an den kleinen und großen Flüssen erneut Überschwemmungen. Positiv wirkt sich die Lage auf das Grundwasser aus - vor einer erneuten Dürre schützt das dennoch nicht.

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nachrichteNews.com - Zu den kräftigen Regenfällen gesellt sich nun auch noch das Tauwasser aus den hohen Bergen: Nach kurzfristiger Entspannung drohen an den kleinen und großen Flüssen erneut Überschwemmungen. Positiv wirkt sich die Lage auf das Grundwasser aus - vor einer erneuten Dürre schützt das dennoch nicht.

Nordrhein-Westfalen Nachrichten Die zweite Hochwasser-Welle rollt an Düsseldorf Nachrichten
02 Februar 2021 - 11:45

Aktuelle Nachrichten ! Zu den kräftigen Regenfällen gesellt sich nun auch noch das Tauwasser aus den hohen Bergen: Nach kurzfristiger Entspannung drohen an den kleinen und großen Flüssen erneut Überschwemmungen. Positiv wirkt sich die Lage auf das Grundwasser aus - vor einer erneuten Dürre schützt das dennoch nicht. Audiobeitrag Audio 03:16 Min. |02.02.21 |Jonas Schulte Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hochwasser-Lage in Hessen[Audioseite] Audio Hochwasser am Rhein bei Oestrich-Winkel Bild © picture-alliance/dpa Ende des Audiobeitrags In Büdingen (Wetterau) und anderen vom Hochwasser betroffenen Orten entspannte sich die Lage zuletzt etwas, die Pegel der kleinen Flüsse sanken wieder. Doch die Lage ist alles andere als stabil. Anhaltende Regenfälle und einsetzende Schneeschmelze könnten Fulda, Kinzig und Co. schon am Dienstag oder spätestens am Mittwoch wieder anschwellen und über die Ufer treten lassen, fürchten die Experten. Das hat auch Auswirkungen auf Rhein und Main. Schauer und Schneeschmelze lassen Pegel wieder steigen Bis Mittwochabend werden hessenweit noch einmal bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, in den Bergregionen können es laut hr-Wetterexperte Mark Eisenmann sogar bis zu 30 Liter werden. Hinzu kommt das Tauwasser aus den Bergen. Am Dienstag steigen die Temperaturen auf bis zu 11 Grad, am Mittwoch sogar auf bis zu 13 Grad. "Dann wird der Schnee auch im höheren Bergland schmelzen und Wasser in die kleinen Flüsse fließen", erklärt Eisenmann. Wetter Wettervorhersage für Hessen Zur Übersicht Weil die Böden durch die Niederschläge der letzten Wochen schon gesättigt seien, reiche diese Menge aus, um die Pegel dort schnell ansteigen zu lassen, so Eisenmann. "Das betrifft vor allem die Fulda und Kinzig, wo die Meldestufe II, das heißt mittelstarkes Hochwasser, überschritten werden kann", sagte ein Sprecher des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Weil aus dem Rückhaltebecken bei Büdingen derzeit Wasser abgelassen wird, entsteht dort zwar ein Puffer für das erwartete Tauwasser - an anderer Stelle sorgt diese Maßnahme aber für steigende Pegel: konkret an Seembach und Nidder. In Nidderrau (Main-Kinzig) musste die Feuerwehr am Dienstag etwa einen Reiterhof vor den Wassermassen absichern. Videobeitrag Video 00:34 Min. |02.02.

Source: Nachrichtenews.com

.de Ende des Videobeitrags Im Fuldaoberlauf sowie am Oberlauf und den Nebengewässern Salz und Bracht der Kinzig ist damit zu rechnen, dass am Mittwoch die Meldestufe I erreicht wird, für Gelnhausen erwartet das HLNUG sogar Meldestufe II. Ab der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist am Niddaoberlauf und an der Nidder mit stark ansteigenden Pegelständen zu rechnen. Trügerische Entspannung an Rhein und Main Während die Pegel am Main am Dienstagmorgen bereits verharrten oder sogar leicht zurückgingen, werden am hessischen Rheinabschnitt die vorläufigen Scheitelhöhen im Laufe des Dienstags erwartet. Am Dienstagmorgen lag der Rhein-Pegel bei Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus) bei 4,70 Meter, bei Mainz wurden 6,15 Meter gemessen. Im Laufe des Tages prognostiziert das HLNUG dort einen Anstieg auf bis zu 6,25 Meter. Dann soll sich auch am Rhein die Lage vorerst wieder entspannen. Vorerst - denn das Wasser aus den kleinen Flüssen wird mit Verzögerung auch in Rhein und Main landen. Somit ist zu erwarten, dass auch dort das Wasser gegen Ende der Woche wieder steigen und über die Ufer treten wird, selbst wenn der Regen am Donnerstag und Freitag wie vorhergesagt nachlässt. Positive Auswirkungen auf das Grundwasser So schlimm das Hochwasser für die betroffenen Bewohner der überschwemmten Gebiete ist, so gut ist es für das zuletzt doch arg dezimierte Grundwasser. Auch wenn man noch keine langfristige Prognose über die Auswirkungen der aktuellen Niederschläge und des Hochwassers auf das Grundwasser machen könne, ist sich Hydrogeologe Dieter Kämmerer vom HLNUG sicher: "Das wird sich positiv auswirken." Wie viel Wasser tatsächlich unten ankommt, lasse sich erst in ein paar Wochen oder Monaten beantworten. Denn so lange brauche das Wasser mancherorts, um in die tiefen Lagen zu gelangen. "Die Voraussetzungen sind allerdings gut, weil die Böden schon gesättigt sind", sagte Kämmerer. "Das aktuelle Hochwasser ist eher ein Zeichen dafür, dass es zu viel des Guten ist." Gut gefüllte Grundwasserspeicher seien laut Kämmerer aber keine Garantie gegen eine erneute Dürre im Sommer. Die meisten Bäume und Pflanzen seien auf Oberflächenwasser angewiesen. Profitieren würde hingegen die Landwirtschaft, die auf Grundwasser angewiesen ist, um Felder zu bewässern. Sendung: hr4, 02.02.2021, 7:15 Uhr

Source = nachrichteNews.com

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