Nordrhein-Westfalen Nachrichten Büdinger Altstadt unter Wasser, Straßen in Ost- und Mittelhessen überschwemmt Düsseldorf Nachrichten

nachrichteNews.com - Land unter in Teilen von Hessen: In der Wetterau, im Vogelsberg, im Main-Kinzig-Kreis und im Taunus haben Flüsse und Bäche viele Straßen überschwemmt. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz.

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29 Januar 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Land unter in Teilen von Hessen: In der Wetterau, im Vogelsberg, im Main-Kinzig-Kreis und im Taunus haben Flüsse und Bäche viele Straßen überschwemmt. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. Videobeitrag Video 00:59 Min. |29.01.21 zum Video Hochwasser und Überschwemmungen in Teilen Hessens[Videoseite] Video Bild © hr Ende des Videobeitrags Tauwetter und Regen haben am Freitag in Teilen von Hessen Hochwasser verursacht. Vor allem in Mittel- und Osthessen traten Bäche und Flüsse über die Ufer. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilte, wurde an vier Pegeln die höchste Hochwasser-Meldestufe überschritten. Das bedeutet laut Hochwasserportal Hessen "außergewöhnliches Hochwasser". Bebaute Gebiete und Straßen sind dann "in größerem Umfang" überflutet. Vor allem im Vogelsberg - konkret an Nebengewässern der Kinzig, der Nidder und am Oberlauf der Fulda - und im Taunus wurden Meldestufen überschritten. Im Niddergebiet wurden an einem Nebengewässer sogar historische Höchststände gemessen. Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz (SPD), berichtete am Freitagnachmittag von rund 90 Feuerwehr-Einsätzen. Die ersten Anrufe in der Leitstelle seien am frühen Morgen eingegangen - "danach hatten die Feuerwehren im Ostkreis praktisch keine echte Atempause", berichtete Stolz. Büdingen: Altstadt zum Teil unter Wasser In Büdingen liefen mehrere Keller voll. Bild © Anne-Katrin Hochstrat (hr) In Büdingen (Wetterau) ist die Hochwasserlage besonders angespannt. Der Bürgermeister der Stadt, Erich Spamer (FWG), sagte dem hr, das Wasser habe sich in der ganzen Altstadt ausgebreitet. Es stehe teilweise bis zu 40 Zentimeter hoch. Der Schaden sei noch nicht absehbar. Mehrere Keller in Büdingen sind vollgelaufen. Teilweise sind Straßen für Autos nicht mehr befahrbar. Wie der Stadtbrandinspektor dem hr sagte, sind Feuerwehren aus fast allen Stadtteilen im Einsatz. Das letzte starke Hochwasser habe es 2003 gegeben - diesmal sei es heftiger. Menschenketten tragen eimerweise Wasser Auch das Rathaus von Büdingen ist von Wasser umgeben. Die Stadtverwaltung versuchte am Freitagvormittag nach eigenen Angaben, Akten vor dem Hochwasser zu retten. In Geschäften trugen Helfer in Menschenketten eimerweise Wasser aus Kellern. Ein Baustoffmarkt kündigte an, in Abstimmung mit dem Ordnungsamt seine Filialen in Birstein, Büdingen, Glauburg und Gedern für alle Kunden zu öffnen. So könnten sich Menschen im Wetteraukreis und dem Main-Kinzig-Kreis am Freitag und Samstag Sand, Planen und Pumpen gegen das Hochwasser beschaffen. Wegen der Corona-Pandemie dürfen Baumärkte in Hessen derzeit eigentlich nur für Handwerker öffnen.

Source: Nachrichtenews.com

. Bild © Pascal Lasserre (hr) Auch Nidda (Wetterau) ist von Überschwemmungen betroffen. Katharina Rank, die dort eine Bäckerei betreibt, sagte dem hr: "Ich lebe schon mein ganzes Leben lang an der Nidda. Als ich ein Kind war, stand das Wasser zuletzt so hoch." Man habe Sandsäcke geholt und könne nur abwarten, sagte Rank. "Jetzt haben wir wirklich alle Angst. Wenn es jetzt noch ein bisschen steigt, wird es bitter." In Ranstadt (Wetterau) steht das Wasser ebenfalls hoch. Die Landstraße zwischen Ranstadt und dem Ortsteil Dauernheim wurde deshalb gesperrt. Kefenrod: Ortsdurchfahrt nicht passierbar In Kefenrod (Wetterau) war am Freitagmorgen die Ortsdurchfahrt nur noch teilweise passierbar, wie die Bürgermeisterin der Gemeinde, Kirsten Frömel, in hr3 sagte: "Das Wasser kommt von den Hängen, aus den Feldern. Die Bäche können das nicht mehr aufnehmen." Auch die umliegenden Gemeinden seien vom Hochwasser betroffen, sagte Frömel: "Die Leute kümmern sich darum, Dämme aufzubauen, Sandsäcke auszulegen und Keller auszupumpen." Gründau: Ortsteil teilweise unter Wasser In Gründau (Main-Kinzig) drohten Keller vollzulaufen. Man habe zwar mit dem Hochwasser gerechnet, aber "auf einmal ging es ganz schnell", sagte der stellvertretende Brandinspektor Tobias Kratz. Die Feuerwehren seien am Morgen mit 30 Kräften im Einsatz gewesen. Besonders getroffen hat es den Gründauer Ortsteil Hain-Gründau: Dort sind sowohl der Gettenbach als auch die Gründau über die Ufer getreten, sodass mehrere Straßen nicht befahrbar sind. Videobeitrag Video 00:12 Min. |29.01.21 zum Video Gründau: Tauwetter und Regen bringen Hochwasser [Videoseite] Video Bild © hr Ende des Videobeitrags Straßensperrungen in Osthessen Überschwemmungen werden auch aus Osthessen gemeldet. Wie Osthessen-News berichtet, sind mehrere Straßen in Ortsteilen von Künzell (Fulda) gesperrt. In Petersberg (Fulda) trat die Haune über die Ufer. Die Haune in Petersberg-Melzdorf (Fulda) Bild © Michael Pörtner (hr) Weiter steigende Wasserstände erwartet Nach Modellrechnungen des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie muss weiter mit steigenden Wasserständen gerechnet werden, vor allem in den Einzugsgebieten von Fulda, Nidder und Kinzig. Das HLNUG warnte schon am Donnerstag vor Hochwasser. Der Deutsche Wetterdienst sagte für Freitag und Samstag vor allem für Südhessen teils anhaltenden und kräftigen Regen voraus. Wegen der steigenden Temperaturen taue in den Hochlagen außerdem der Schnee. Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 29.01.2021, 19.30 Uhr

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