Niedersachsen Nachrichten Im Modehandel rollt die Insolvenzwelle Hannover Nachrichten

nachrichteNews.com - Die Corona-Krise zwingt immer mehr Textilhändler in die Knie. Nach Galeria Karstadt Kaufhof, Sinn und Appelrath Cüpper muss jetzt auch Adler Rettung im Insolvenzverfahren suchen. Und weitere Modegeschäfte dürften folgen.

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nachrichteNews.com - Die Corona-Krise zwingt immer mehr Textilhändler in die Knie. Nach Galeria Karstadt Kaufhof, Sinn und Appelrath Cüpper muss jetzt auch Adler Rettung im Insolvenzverfahren suchen. Und weitere Modegeschäfte dürften folgen.

Niedersachsen Nachrichten Im Modehandel rollt die Insolvenzwelle Hannover Nachrichten
11 Januar 2021 - 21:00

Aktuelle Nachrichten ! Düsseldorf. Esprit, Galeria Karstadt Kaufhof, Sinn, Appelrath Cüppers, Hallhuber und jetzt auch noch Adler: Reihenweise haben bekannte deutsche Modehändler seit Beginn der Corona-Krise Rettung in Insolvenzverfahren suchen müssen. Und weitere dürften schon bald folgen. Davon gehen sowohl der Kreditversicherer Euler Hermes als auch der Handelsverband Textil (BTE) aus. Jüngstes Opfer der Corona-Krise im Textilhandel ist die traditionsreiche Modekette Adler. Wegen Überschuldung stellte die Adler Modemärkte AG beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Ein Gutachter sei damit beauftragt worden, zu prüfen, ob die Abwicklung der Insolvenz in Eigenverantwortung möglich sei, sagte der zuständige Insolvenzrichter am Montag. Das Unternehmen hofft, sich über einen Insolvenzplan sanieren zu können, wie es zuletzt etwa den Wettbewerbern Galeria Karstadt Kaufhof, Sinn oder Appelrath Cüpper gelang. Deshalb soll der Geschäftsbetrieb - soweit coronabedingt möglich - auch in vollem Umfang fortgeführt werden. Adler betreibt 171 Geschäfte, davon 142 in Deutschland, sowie einen Online-Shop. Grund für den Insolvenzantrag sei der zweite Corona-Lockdown, betonte Adler. Die erheblichen Umsatzeinbußen durch die seit Mitte Dezember 2020 andauernden Schließungen der meisten Verkaufsfilialen sei für das Unternehmen nicht mehr zu verkraften gewesen. "Adler war nach unserer Kenntnis vor dem erneuten Lockdown bis Dezember ein kerngesundes Unternehmen", heißt es in einer Stellungnahme der Gewerkschaft Verdi. Deshalb erwarte die Gewerkschaft, dass eine Sanierung ohne Personalabbau und ohne Filialschließungen erfolge und die Haustarifverträge bei Adler unangetastet blieben. Möglich könnte dies werden durch einen finanziellen Beitrag des Mehrheitsaktionärs S&E Kapital, das vom ehemaligen und inzwischen ebenfalls insolventen Adler-Eigner Steilmann mitgegründet worden war. Ähnliche Probleme dürften allerdings auch zahlreiche andere Modehändler haben. "Viele Unternehmen haben auf das Weihnachtsgeschäft gesetzt, um sich mit einem kleinen Puffer bis zum Frühjahr zu retten", sagte der Deutschland-Chef des Kreditversicherers Euler Hermes, Ron van het Hof der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Lockdown sei diese Hoffnung allerdings zerstoben. "Insofern erwarten wir weitere Insolvenzen in diesem Bereich." Auch beim Handelsverband Textil (BTE) heißt es mit Blick auf den Adler-Insolvenzantrag: "Das wird nicht der Letzte sein." Die Unternehmen der Branche benötigten aktuell viel Geld, um die Ware für das Frühjahr und den Sommer zu bezahlen. Doch Geld sei knapp - wegen des Lockdowns, aber auch weil bislang keine nennenswerten Hilfen des Staates in der Branche angekommen seien. Der BTE befürchtet, das Zehntausende Modegeschäfte und über 100.000 Arbeitsplätze gefährdet sind. Auffällig ist: Bisher sind es vor allem die Großen, die trotz der Teil-Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Schutz im Insolvenzverfahren suchen. Euler Hermes registrierte im textilen Einzelhandel allein in den ersten neun Monaten 2020 insgesamt acht sogenannte "Großinsolvenzen" von Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 50 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur drei. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Branchenriesen eher noch als kleinere Wettbewerber die Insolvenzverfahren auch als Sanierungswerkzeug nutzen, um Schulden loszuwerden, aus langlaufenden, teuren Mietverträgen herauszukommen und sich leichter von Mitarbeitern zu trennen. Rasche Besserung für die Branche ist nicht in Sicht, selbst wenn es im Laufe des Jahres gelingen sollte, die Pandemie dank der inzwischen entwickelten Impfstoffe in den Griff zu bekommen. Eine Rückkehr auf das Vorkrisenniveau erwartet Euler Hermes im Modehandel erst im Laufe des Jahres 2023 - und somit später als in den meisten anderen Sektoren. "Es ist also eine lange Durststrecke, die die Unternehmen meistern müssen. Es trennt sich die Spreu vom Weizen", meinte Ron van het Hof. Dabei stand die Branche schon vor der Pandemie unter Druck. Die Umsätze im stationären Modehandel sind seit Jahren rückläufig. Gut liefen die Geschäfte vor allem für Online-Händler und Fast-Fashion-Anbieter wie Primark.

Source: Nachrichtenews.com

. Vor allem viele kleinere Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten verschwanden vom Markt. Die Corona-Krise traf also eine angeschlagene Branchen. Die Krise beschleunigte die Veränderung der Branche. Nur wer mit innovativen Konzepten die Bedürfnisse der Kunden treffe, werde überleben, prophezeit PwC-Handelsexperte Stefan Schwertel. "Wir beobachten, dass Marktteilnehmer ohne strategische Neuausrichtung verschwinden und für hohe Leerstände in deutschen Innenstädten sorgen." Für die Verbraucher hat die aktuelle Branchenkrise allerdings auch etwas Gutes. Schon Ende Januar dürften sich nach Schätzungen des BTE eine halbe Milliarde unverkaufter Modeartikel in den Läden auftürmen. Dabei handelt es sich zum großen Teil um Winterware, die angesichts des nahenden Frühlings Tag für Tag an Wert verliert. Branchenkenner Ron van het Hof rechnet nach der Wiedereröffnung der Läden deshalb mit regelrechten "Rabattschlachten". © dpa-infocom, dpa:210110-99-973636/10 jQuery(".inline-table").inlineTable(); ( dpa ) Neu auf der Startseite 1. Coronavirus Bezirksamt warnt vor gefälschten Impf-Einladungen 2. Corona-Pandemie Studie in Mitte könnte Auswirkung auf Impfstrategie haben 3. Arbeitsunfälle Stromschläge am BER: Verdi fordert Schließung von Terminal 1 4. Islam Streit um muslimische Seelsorge in Berlin 5. Müggelsee Waldrestaurant in Köpenick niedergebrannt Blogs & Kolumnen 1. Schumachers Woche Kein Plädoyer gegen das Impfen, aber gegen Hektik 2. Meine Woche Meine Woche 3. Die Woche im Roten… Aus dem Roten Rathaus 4. Kasupke Kasupke sagt, wie es ist 5. Politik auf der Couch Politik auf der Couch 6. Jörg Thadeusz Jörg Thadeusz 7. Schumachers Woche Schumachers Woche Zeitungsarchiv heute Sonntag, 10.01. Samstag, 09.01. Freitag, 08.01. Donnerstag, 07.01. Abo Specials Berliner Stadtwerke Fossilfrei in die Zukunft Stadler Radreise Berliner Originale Berlin Tipps Bikini Berlin Service Mediadaten Anzeige buchen Stellenmarkt Experten im Fokus Ticketshop Leserreisen Reisen Gewinnspiele Trauer Themenwelten In eigener Sache Anzeige schalten E-Paper Abo In eigener Sache Impressum Home Infografik Newsticker Interaktiv Bildergalerien Videos Spiele Berlin Polizeibericht Flughafen BER Podcasts Familie Schüler Best of Berlin Berliner helfen Berlin-Tipps Brandenburg Bezirke Im Westen Berlins Charlottenburg-Wilmersdorf Friedrichshain-Kreuzberg Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Mitte Neukölln Pankow Reinickendorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Treptow-Köpenick Politik Inland Ausland Wirtschaft Start-Ups Berlin Finanzen Karriere Presseportal Steuern Tagesgeldkonto Börsendaten Sport Hertha 1. FC Union Eisbären Alba Füchse BR Volleys Berlin-Marathon Fußball Fußball Bundesliga Leichtathletik EM Fußball-WM Formel 1 Live-Ticker Nachwuchssportler des Monats Panorama Stars & Promis Leute in Berlin Kultur Berlin-History TV TV-Programm Wissen Gesundheit Ratgeber Wetterlexikon Pollenflug Web & Technik Gut gepflegt Reise Fern Nah Leserreisen Reisewetter Badewetter Lifestyle Gastronomie Mode Wohnen Motor Nachrichten aus Berlin Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport - aus Berlin, Deutschland und der Welt. Impressum Datenschutz Cookie-Einstellungen Kontakt Kodex Online-Anzeigenannahme Mediadaten Nutzungsbasierte Online-Werbung Infos über Klarna © FUNKE Medien Berlin GmbH 2020 – Alle Rechte vorbehalten.

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