Mecklenburg-Vorpommern Nachrichten Impfstoff-Streit - Barley fordert Einsicht in Astrazeneca-Vertrag Schwerin Nachrichten

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28 Januar 2021 - 08:45

Aktuelle Nachrichten ! Die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Barley, fordert eine Offenlegung des Vertrags zwischen der EU-Kommission und dem Pharmahersteller Astrazeneca über die Impfstofflieferung. Es sei ein Problem, dass die Vereinbarungen nicht einsehbar seien - weder für die Öffentlichkeit, noch für die Parlamentarier, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Es gebe offenbar eine Übereinkunft zwischen der EU und Astrazeneca, den Vertrag nicht zu veröffentlichen, und der Pharmahersteller wehre sich weiter dagegen. Das EU-Parlament könne nur Parallelen ziehen zu dem Vertrag mit Curevac - aber auch da seien die wichtigsten Passagen geschwärzt, so Barley im Dlf. Barley: "EU-Parlament ist das Kontrollgremium der Kommission" EU-Parlamentarier hätten die Papiere nur in einem geschlossenen Raum unter strengster Geheimhaltung durchsehen dürfen, ohne sich Notizen zu machen. Barley kritisierte an diesem Punkt die EU-Kommission: Sie sei eine glühende Europäerin, aber dieser Umstand sei nicht nachvollziehbar, denn das EU-Parlament sei das Kontrollgremium der Kommission. Barley betonte aber auch, sie halte es nicht für sinnvoll, gegen Astrazeneca zu klagen: Es gehe gerade nicht um Geld, sondern um Impfdosen. Sie hoffe nun, dass unter dem Druck möglicher Strafzahlungen Astrazeneca weitere Produktionsmöglichkeiten finde, ähnlich wie Biontech. Keine Einigung bei Krisensitzung Die EU-Kommission und das Pharmaunternehmen Astrazeneca hatten ihren Streit über die Lieferung von Corona-Impfstoff bei einem weiteren direkten Gespräch nicht beilegen können. Beide Seiten bezeichneten die Beratungen gestern Abend zwar als konstruktiv. EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides beklagte aber, dass der Zeitplan für die Versorgung der EU mit dem Astrazeneca-Mittel weiter unklar sei. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, beide Seiten hätten sich zu einer engeren Koordination des Fahrplans für die Impfstoff-Lieferung verpflichtet. Astrazeneca hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, der EU wegen Produktionsproblemen in einem Werk in Belgien in nächster Zeit deutlich weniger Impfstoff liefern zu können als vorgesehen. Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder sollen weiterhin ungekürzte Mengen erhalten. Weiterführende Artikel zum Coronavirus Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen. + Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 27.01.)+ Neue Regeln: So setzen die Länder die Beschlüsse um (Stand 21.01.) Test und Schutz + Schutz: Die Impfverordnung: Wer wird zuerst geimpft, wer später? (Stand: 26.01.)+ Termine: Wie, wann und wo kann ich mich impfen lassen? (Stand: 26.1.)+ Biontech und Pfizer: Was über Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs bekannt ist (Stand: 14.01.)+ Schutz: So steht es um die Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus (Stand: 26.01.

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.01.)+ Erkrankte: Neue Erkenntnisse bei der Suche nach Medikamenten (Stand: 06.01.)+ Behandlung: Wie funktioniert ein Antikörper-Medikament und wann ist es sinnvoll? (Stand 25.01.)+ Wie ist die Lage in den Krankenhäusern? (Stand: 21.01.)+ Wirtschaft: Wie die Arbeitswelt mit den Infektionszahlen umgeht (Stand: 11.01.) Ansteckung und Übertragung + Virus-Varianten: Wie gefährlich sind die neuen Mutationen des Coronavirus? (Stand: 17.01.)+ Gegner von Infektionsschutz-Maßnahmen: Was AfD und Querdenker mit Verbreitung des Coronavirus in Deutschland zu tun haben (Stand: 17.12.)+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 22.01.)+ Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 09.01.)+ Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 13.01.)+ Großveranstaltungen: Was wird aus Olympia und der Fußball-EM? (Stand 22.01.)+ Sport: Warum Vereine um ihre Existenz bangen (Stand 22.01.)Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten. Diese Nachricht wurde am 28.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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