Baden-Württemberg Nachrichten Wieso ein geteilter Weg für Fußgänger und Radfahrer Kritik auslöst Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Im Tiergarten sollen Spaziergänger und Radfahrer künftig gemeinsam einen asphaltierten Weg nutzen. Das gefällt nicht jedem.

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nachrichteNews.com - Im Tiergarten sollen Spaziergänger und Radfahrer künftig gemeinsam einen asphaltierten Weg nutzen. Das gefällt nicht jedem.

Baden-Württemberg Nachrichten Wieso ein geteilter Weg für Fußgänger und Radfahrer Kritik auslöst Stuttgart Nachrichten
18 Oktober 2020 - 21:45

Aktuelle Nachrichten ! Auch die Tiergartenidylle ist vor Großbaustellen nicht sicher, die vor allem für Spaziergänger große Einschränkungen mit sich bringen werden. Die Absperrgitter, hinter denen sich ein Parkweg im Tiergarten in eine gemischte Asphaltstrecke für Radfahrer und Fußgänger verwandeln soll, sind schon aufgestellt. Davor steht ein unscheinbares kleines Schild mit dem Hinweis, dass Radfahren nur auf befestigten Wegen erlaubt ist. Darunter der Satz: „Fußgänger haben Vorrang“.Das klingt wie ein frommer Wunsch in Zeiten zunehmender Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Demnächst sind diese wohl auch hier zu erwarten, parallel zur Straße des 17. Juni. Die Stromnetz-Firma 50Hertz baut derzeit eine unterirdische Kabeldiagonale durch Berlin. Dafür braucht es einen begehbaren Tunnel mit 3,6 Metern Außendurchmesser. Nötig ist die Kabeldiagonale, weil es immer mehr Geräte gibt, die Strom brauchen, weil die Nachfrage nach Ladestationen für E-Mobility wächst, weil immer mehr Menschen nach Berlin gezogen sind. Einer der zum Bauen für Materialien und Arbeiter notwendigen Zwischenschächte wird nun direkt auf der Straße des 17. Juni östlich der Einmündung Klopstockstraße errichtet. Der Schacht soll 200 Meter lang werden. Baubeginn soll zwar erst im kommenden Frühjahr sein, allerdings haben die Baugrunduntersuchungen bereits begonnen und dafür ist schon jetzt ein Teil des Gehwegs abgesperrt.Die Planung für die nächsten vier Jahre Bauzeit kommentiert Roland Stimpel vom Verein „Fuß“ kritisch. Die drei Fahrspuren für Autos sollen nur vorübergehend auf jeweils zwei Spuren verengt werden, die meiste Zeit sollen drei Spuren erhalten bleiben. Wegfallen sollen danach aber auf der nördlichen Seite der Straße Fuß- und Radwege. Stattdessen soll der vier Meter breite Fußweg, der jetzt noch durch den Park führt, für die geplanten vier Jahre Bauzeit umgewidmet werden von einer Grün- zur Straßenfläche.Für Radfahrer und Fußgänger sollen dann jeweils zwei Meter breite Wege für jede Richtung zur Verfügung stehen. Zur Vorbereitung soll der Weg nun asphaltiert sowie mit Schildern versehen werden. „Die Fläche soll so verteilt werden, als wären wir noch tief im vorigen Jahrhundert“, sagt Stimpel dazu. „Autos behalten fast ihren gesamten Raum. Spaziergängern bleibt ein kläglicher Rest.“ Er würde lieber die Zahl der Autospuren auf der Straße des 17. Juni in beide Richtungen auf zwei reduzieren. „Dann gibt es keine Verlierer.“ Zu befürchten sei, dass trotz der Teilung wieder ein Verdrängungswettbewerb stattfinden würde, wenn es etwas voll wird. Was im Frühjahr, wenn die Bauarbeiten ernsthaft beginnen, quasi unausweichlich ist. Das Projekt zeige auch, wie künftig Radschnellwege durch Parks führen sollten.

Source: Nachrichtenews.com

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Source = nachrichteNews.com

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