Baden-Württemberg Nachrichten Unter 240 Quadratmetern geht beim Eigenbedarf in Berlin aber nichts Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Moralkolumnist Erlinger und Obdachlosen-Held Zander: Zwei Fälle, die zeigen, dass auf dem Wohnungsmarkt mehr miteinander gesprochen werden sollte. Eine Glosse.

Baden-Württemberg Nachrichten Unter 240 Quadratmetern geht beim Eigenbedarf in Berlin aber nichts Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Moralkolumnist Erlinger und Obdachlosen-Held Zander: Zwei Fälle, die zeigen, dass auf dem Wohnungsmarkt mehr miteinander gesprochen werden sollte. Eine Glosse.

Baden-Württemberg Nachrichten Unter 240 Quadratmetern geht beim Eigenbedarf in Berlin aber nichts Stuttgart Nachrichten
04 Februar 2021 - 23:45

Aktuelle Nachrichten ! Eigentum verpflichtet. Aber wozu jetzt genau? Nirgendwo sonst wird diese Frage im Moment so heftig und kontrovers diskutiert wie beim Thema Wohnen. Die Grundrechte auf Wohnen und auf Privatbesitz stehen oft gegeneinander, aber selten so unversöhnlich wie auf dem überhitzten Berliner Wohnungsmarkt.Angeblich melden sich nirgendwo in Deutschland so viele Bewerber auf eine freie Wohnung wie hier, aber statistisch ist das durchschnittliche Mietniveau in Berlin immer noch niedriger als in den meisten anderen deutschen Großstädten. Lautstarke Initiativen erwecken nun oft den Eindruck, als stehe im Grundgesetz ein Recht auf lebenslanges Wohnen im angeborenen Kiez zur Lieblingsmiete; Großanleger und spezielle Miethaie versuchen andererseits mit allen Mitteln, aus ihrem Eigentum maximalen Profit zu schlagen. Die Polarisierung geht so weit, dass die Genossenschaften, als Garanten für faire Mieten eigentlich die Vermittler im Spiel, das Verfassungsgericht um Beistand gegen den fatalen Aktionismus des Senats anrufen. AdController.render('iqadtile41'); Und manchmal kristallisiert sich die Kontroverse an bekannten Personen. Rainer Erlinger, der seinem Namen gern den Doppeldoktor voranstellt, ist eine solche Person. Man kennt ihn als moralisierenden Erklärbär: In der „Süddeutschen Zeitung“ hat der Jurist und Arzt bis 2019 eine Kolumne zum angenehmen Umgang mit Mitmenschen geschrieben – am Ende kam immer raus, dass man doch miteinander reden soll. Aber muss sich so einer nun auch selbst so verhalten, wie er es anderen vorschlägt?Die Leck-mich-Geste gegenüber dem niederen Mietervolk2017 hat Erlinger – so schildern es „Neues Deutschland“ und „taz“ – den vier Mietern seines Mehrfamilienhauses im alten Scheunenviertel gekündigt und Eigenbedarf geltend gemacht: Die 140 Quadratmeter, auf denen er in Prenzlauer Berg wohnte, seien ihm nicht zuzumuten. Er wolle die vier Wohnungen in seinem Haus zu einer zusammenlegen, auf dann 240 Quadratmeter. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]Mit dieser recht exzessiven Auslegung des Eigenbedarfs scheiterte er zwar, wie es heißt, in einem Fall am Amtsgericht Mitte. Aber offenbar ist es ihm außergerichtlich und mit schönen Abfindungen doch gelungen, das Haus zu räumen. Erst kommt das Wohnen, hätte Bertolt Brecht gesagt, dann die Moral.

Source: Nachrichtenews.com

. AdController.render('iqadtile81'); War was? Ein Reicher hat getan, was er tun durfte. Die Leck-mich-Geste gegenüber dem niederen Mietervolk, die darin steckt, scheint er nicht zu begreifen, oder sie ist ihm egal. Aber wir haben ja noch einen anderen Fall, ähnlich, und doch ganz anders: Frank Zander und seine Dachgeschosswohnung in Charlottenburg.[Wo entstehen neue Wohnungen - konkret in Ihrem Kiez? Eines der Top-Themen in unseren Newslettern aus den zwölf Bezirken. Die Newsletter gibt es kostenlos und schnell hier: leute.tagesspiegel.de]Wie wir diese Woche berichteten, hat er es sich dort in langen Jahren nett gemacht, ein Zimmer ist eine Kneipe, ein anderes beherbergt die elektrische Eisenbahn – auf einer Fläche von 300 Quadratmetern, die selbst Dr. Dr. Erlinger auskömmlich nennen würde. Nur: Zander ist der Mieter, hat kräftig geschimpft über den neuen Hausbesitzer, „die Arschlöcher aus München“, und ist nun irreparabel verkracht und selbst von Kündigung bedroht. Mehr zum Thema Streit um Wohnungskündigung Bei Frank Zander bröckelt die Decke, sein Vermieter wird bedroht Cristina Marina Hier ist die Stimmung in der Stadt ein wenig anders gestrickt: Zander, der unangreifbare Held der Obdachlosen und sicher ebenfalls begütert, hat eine ganz andere Stellung als der kaltherzig erscheinende Moralkolumnist. Redet doch mal miteinander – das wäre ein moralisch vertretbarer Rat, aber er kommt offenbar zu spät. Im Berliner Wohnungsmarkt, so scheint es, wird generell zu viel über andere geredet als mit anderen. Und wenn erst alle auf den Barrikaden sind, geht sowieso nichts mehr. Neu: Tagesspiegel Plus jetzt gratis testen!

Source = nachrichteNews.com

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