Baden-Württemberg Nachrichten Polizei lässt eingekesselte Demonstranten abziehen Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Auf die Demo-Absage in der Leipziger Innenstadt folgten Angriffe auf die Polizei. Oberbürgermeister Jung berichtet von „Anreisebewegungen“ aus Thüringen.

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nachrichteNews.com - Auf die Demo-Absage in der Leipziger Innenstadt folgten Angriffe auf die Polizei. Oberbürgermeister Jung berichtet von „Anreisebewegungen“ aus Thüringen.

Baden-Württemberg Nachrichten Polizei lässt eingekesselte Demonstranten abziehen Stuttgart Nachrichten
21 November 2020 - 21:30

Aktuelle Nachrichten ! Die Polizei hat in Leipzig eingekesselte Teilnehmer einer Spontanversammlung von Gegnern der Corona-Politik abziehen lassen. Nach Angaben einer dpa-Reporterin vor Ort zogen schließlich am Samstagabend mehrere Hundert Menschen in kleinen Gruppen von der Fleischergasse Richtung Markt. Masken wurden von den Menschen in den Gruppen nur sporadisch getragen. Bereits zuvor hatte die Polizei die Demonstranten mehrfach aufgefordert, in kleinen Gruppen den Platz zu verlassen.Da es jedoch in den angrenzenden Straßen Ansammlungen von Gegenprotestlern gegeben habe, habe die Polizei schließlich einen Weg bereitet, sagte ein Polizeisprecher. In kleinen Gruppen hätten die Menschen dann über den Markt zum Bahnhof abziehen können. Linke-Abgeordnete kritisierten bei Twitter, dass dabei nicht deren Identität festgestellt worden sei. Der Polizeisprecher sagte, es habe Identitätsfeststellungen gegeben.In der Leipziger Innenstadt hatten sich am Samstag erneut zahlreiche Menschen versammelt, um gegen Corona-Politik der Bundesregierung zu protestieren. Zugleich formierten sich mehrere Gegenproteste.Aufgerufen zum Protest hatte das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“, das an drei zentralen Orten der Stadt Kundgebungen angemeldet hat. Auf dem Kurt-Masur-Platz hatten Gegner der Corona-Politik die Versammlung „Das Leben nach Corona“ mit 500 Teilnehmern angemeldet. Zunächst teilte die Polizei mit, dass diese genehmigte Zahl am Nachmittag gegen 15 Uhr erreicht worden sei.Kurz darauf wurden alle Personen, die an der Versammlung teilnehmen wollten, aufgefordert, den Bereich friedlich zu verlassen. Denn: Die Anmeldung sei durch den Versammlungsleiter zurückgezogen worden. Der Grund: Der Versammlungsanmelder habe ein unvollständiges Attest zur Maskenbefreiung vorgelegt, das von der Versammlungsbehörde so nicht akzeptiert worden sei.Nach der Absage stellte sich die Lage in Leipzig unübersichtlich dar. In der Innenstadt kam es immer wieder zum Aufeinandertreffen gegensätzlicher Lager, wie die Polizei am Nachmittag auf Twitter mitteilte. „Unsere Einsatzkräfte trennen die Personengruppen“, hieß es. Den Angaben zufolge gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte der Polizei.[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]Kurz nach der Absage der einen Demonstration bildeten sich zwei nicht genehmigte Spontanversammlungen im Bereich der Innenstadt. Die Personen wurden von der Polizei aufgefordert, die jeweiligen Bereiche zu verlassen, da sie sonst gezwungen sei, die Personalien festzustellen. Im Bereich der großen Fleischergasse standen sich laut Polizeiangaben um 18 Uhr noch immer zwei Protestlager gegenüber. Die Polizisten versuchten, ein Aufeinandertreffen zu unterbinden. urban.cmd.push( function() { urban.display('medrect2'); }); var Criteo = Criteo || {}; Criteo.events = Criteo.events || []; Criteo.events.push(function() { Criteo.DisplayAcceptableAdIfAdblocked({ "zoneid": 962915, "width": 300, "height": 250, "containerid": "crt-medrect2", "callbacksuccess": function() { adslotFilledByCriteo('medrect2', true); } }); }); Nach Beobachtung einer dpa-Reporterin vor Ort zog am Nachmittag unter anderem eine spontane Antifa-Demonstration mit etwa 200 Teilnehmern durch die Innenstadt. Eine andere Versammlung des linken Lagers nahe der Thomaskirche wurde wenig später von der Polizei eingekesselt.Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sprach von einem „Katz-und-Maus-Spiel“. Es gebe eine angespannte Situation, die die Polizei aber gut im Griff habe, sagte der SPD-Politiker.

Source: Nachrichtenews.com

.“ Jung appellierte an die Menschen, friedlich zu bleiben. Die Absage der geplanten Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen wertete er auch als Erfolg der Gegendemonstranten. „Man kann mit Recht stolz sein, dass mehr als 1000 Menschen friedlich, mit Abstand und Atemschutz demonstriert haben“, sagte er.Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist auch Vorsitzender des Deutschen Städtetages.Foto: Sebastian Kahnert/dpaZu der dann abgesagten Kundgebung gab es nach Angaben von Jung auch „Anreisebewegungen“ aus Thüringen. Am Hauptbahnhof hatten sich dem Politiker zufolge mehrere Rechtsextremisten versammelt, darunter auch Hooligans und Anhänger von Kameradschaften. Die Hälfte sei wieder abgereist. Nach Beobachtung einer dpa-Reporterin vor Ort zog am Nachmittag auch eine spontane Antifa-Demonstration mit etwa 200 Teilnehmern durch die Innenstadt.Die Polizei rechnete am Samstag insgesamt mit Teilnehmerzahlen im vierstelligen Bereich. „Das lässt sich aber nur schwer einschätzen - es ist sehr ungewiss, was kommt“ sagte der Polizeisprecher. Zwischen 12 und 20 Uhr war rund um den Kurt-Masur-Platz kein Individualverkehr gestattet, teilte die Polizei Sachsen mit.Die Polizei war mit einem Großaufgebot aus mehreren Bundesländern im Einsatz, sie brachte Wasserwerfer und Räumpanzer in der Nähe des Demonstrationsgeschehens in Stellung. Zudem setzten die Beamten Sperrgitter ein, um die Versammlungen voneinander zu trennen. Die Lage sei nicht einfach, sagte ein Polizeisprecher.Demonstranten protestieren gegen die Corona-Politik in Leipzig. Es formiert sich auch Gegenprotest.Foto: Imago urban.cmd.push( function() { urban.display('medrect3'); }); var Criteo = Criteo || {}; Criteo.events = Criteo.events || []; Criteo.events.push(function() { Criteo.DisplayAcceptableAdIfAdblocked({ "zoneid": 962916, "width": 300, "height": 250, "containerid": "crt-medrect3", "callbacksuccess": function() { adslotFilledByCriteo('medrect3', true); } }); }); Seit 8 Uhr galt die Innenstadt als Kontrollbereich, wie ein Polizeisprecher sagte. Bis zum Abend können dort somit anlasslose Personenkontrollen stattfinden. Der Deutsche Journalistenverband in Sachsen begrüßte in den sozialen Netzwerken, dass Journalisten nach den jüngsten Übergriffen vor Ort Polizeischutz in Anspruch nehmen können.Insgesamt waren am Samstag acht Versammlungen an verschiedenen Orten in der Messestadt angekündigt, fünf davon standen im Zusammenhang mit Kritik an der aktuellen Corona-Politik und Gegenprotesten.Vor zwei Wochen waren Proteste in Leipzig eskaliertDerzeit sind in Sachsen wegen der Corona-Lage nur maximal 1000 Teilnehmer pro Kundgebung erlaubt. Polizei und Stadt wiesen am Nachmittag nochmals ausdrücklich auf die Einhaltung der Hygieneregeln im Sinne der Corona-Schutz-Verordnung hin. Wegen dieser seien Versammlungen nur stationär und nicht als Aufzug gestattet. Mehr zum Thema Erneute Corona-Proteste 5000 Impfgegner wollen am Sonntag durch Berlin ziehen Nach Einschätzung des sächsischen Verfassungsschutzes wurde im Vorfeld der Demonstrationen sowohl im rechtsextremistischen als auch im linksextremistischen Lager mobilisiert. Stadt und Polizei hatten angekündigt, jegliche Verstöße gegen die Corona-Regeln konsequent zu ahnden. Vor zwei Wochen war es bei einer „Querdenken“-Demonstration in Leipzig zu massiven Verstößen gegen die Maskenpflicht und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Auch in Berlin, Bochum, Göppingen, Pforzheim und Hannover fanden am Samstag angemeldete Demonstrationen gegen Corona-Auflagen statt. (Tsp, dpa) Neu: Tagesspiegel Plus jetzt gratis testen!

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