Baden-Württemberg Nachrichten Johnson könnte Verhandlungen mit EU am Freitag platzen lassen Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Der britische Premier Boris Johnson will direkt nach dem EU-Gipfel über eine Fortsetzung der Gespräche entscheiden. Darum geht es jetzt im Kern.

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nachrichteNews.com - Der britische Premier Boris Johnson will direkt nach dem EU-Gipfel über eine Fortsetzung der Gespräche entscheiden. Darum geht es jetzt im Kern.

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15 Oktober 2020 - 21:15

Aktuelle Nachrichten ! Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist. Dieser Spruch gilt auch für den Brexit. Selbst viereinhalb Jahre nach dem Referendum geht die Hängepartie um den britischen EU-Austritt weiter und zehrt an den Nerven tausender Unternehmer und zehntausender Arbeitnehmer, die zum Jahresende wirtschaftliches Chaos fürchten.Der britische Premier Boris Johnson hält sich vorerst offen, die Verhandlungen und damit auch das avisierte Handelsabkommen mit der Europäischen Union platzen zu lassen. Er will nach dem bis zu diesem Freitag dauernden EU-Gipfel entscheiden und sich am gleichen Tag noch äußern. Die EU will weiter verhandeln, gab sich aber ihrerseits am Donnerstag strikt. Es sei an Großbritannien, „die nötigen Schritte zu tun, um ein Abkommen möglich zu machen“, beschlossen die Staats- und Regierungschefs in einer Gipfelerklärung. Man wolle einen Deal, aber nicht zu jedem Preis, sagte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.Halten beide Seiten eine Einigung noch für möglich?Die Stimmung schwankt, aber noch gibt es Hoffnung. Während Johnson bislang versprach, dass Großbritannien auch ohne Einigung eine „fantastische Zukunft“ bevorstehe, betont er nun, dass London und Brüssel von einem Handelspakt profitieren könnten. Staatsminister Michael Gove bezifferte die Erfolgsaussichten für einen Deal auf 66 Prozent. Der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange sieht die Chance nur bei 40 Prozent und bemüht das deutsche Liedgut: „Entweder Katja Ebstein: „Wunder gibt es immer wieder“ oder Christian Anders: „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“.“ Viele in Brüssel sind verärgert, seit Johnson mit seinem Binnenmarktgesetz versucht, Sonderregeln für Nordirland im bereits gültigen Brexit-Abkommen auszuhebeln. London spricht von einem „Sicherheitsnetz“, Brüssel indes von Vertragsbruch. Misstrauen trübt nun die Verhandlungen über das neue Abkommen.Worüber wird eigentlich verhandelt?Ein Handelspakt soll die Beziehungen nach der wirtschaftlichen Trennung neu regeln. Großbritannien hat die EU zwar schon im Januar verlassen, ist aber bis zum Jahresende noch im Binnenmarkt und in der Zollunion. Der Vertrag soll Zölle verhindern und den Handel so störungsfrei wie möglich halten. Etliche weitere Themen werden mit verhandelt, darunter polizeiliche Zusammenarbeit, Datenschutz, Klimaschutz, Sozialversicherungsfragen, Aufenthaltsrechte und vieles mehr. Ein mehrere hundert Seiten starkes Abkommen soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten - eigentlich. Doch zweieinhalb Monate vor dem Stichtag gibt es noch immer keinen beiderseits akzeptierten Vertragstext. urban.cmd.

Source: Nachrichtenews.com

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Source = nachrichteNews.com

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