Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - „Deine Solidarität endet, wenn deine Libido sich meldet." Im ZDF therapieren zwei Knastausbrecherinnen vier Sexualstraftäter.

Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - „Deine Solidarität endet, wenn deine Libido sich meldet." Im ZDF therapieren zwei Knastausbrecherinnen vier Sexualstraftäter.

Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten
22 November 2020 - 17:00

Aktuelle Nachrichten ! Der Traum erniedrigter, diskriminierter Frauen – so könnte er aussehen: Zwei weibliche Versionen der Gattung Mensch jagen vier misogyne Männchen durch den Matsch und rösten ihre Arroganz auf kleiner Flamme am umgedrehten Spieß. „87 Vorfälle wegen sexueller Belästigung“, kriegt ein übergriffiger Filmproduzent in dieser ZDF-Serie zu hören, bevor er denselben Dreck wie seine drei Mitgefangenen frisst, als da sind: ein Fußballprofi, der Penisbilder versendet, ein App-Entwickler, der Kundinnen zum Analverkehr zwingt und ein Gynäkologe, der heimlich Vaginas fotografiert. Diese vier Machos landen im feministischen Straflager ausgesprochen jähzorniger Frauen, und als Zuschauer fragt man sich irritiert: Dürfen, müssen, sollten die das? Antworten darauf gibt es im ZDF („#heuldoch – Therapie wie noch nie“, Montag, ZDF, 0 Uhr). Dort flüchten zwei Knastausbrecherinnen in die ländliche Praxis einer Diplompsychologin und erschrecken sie buchstäblich zu Tode. Als vier überführte Sexualstraftäter auftauchen, um sich dort strafmildernd zwangstherapieren zu lassen, schlüpft das Duo in die Rolle der Toten und lässt ihre Patienten mit sadistischer Hingabe spüren, wie es sich anfühlt, unablässig entwürdigt zu werden. Das klingt bizarr? Ist es auch. Wie die Online-Serie „#heuldoch“ im Ganzen, mit der das ZDF um Mitternacht – neben der Ausspielung in der Mediathek – im Regelprogramm beweist, wie heiter öffentlich-rechtliche Sender das Unsagbare mitunter ausformulieren. Zwei Wochen zuvor hatte das ZDF mit der Culture-Clash-Komödie „Das Unwort“ auf herzerfrischende Art den Antisemitismus aufs Korn genommen. Nun schickt das Zweite vier Frauenfeinde in Gewahrsam reizbarer Männerfeindinnen, siehe da: Es ist weder didaktisch noch moralisierend, sondern einfach auf erhellende Art lustig. Ein echtes Nischenkunststück.„Ich halte alle Menschen für schlecht; diese sind megaextraschlecht“. Dafür verlassen sich die Regisseurinnen Isabell Šuba und Lilli Tautfest nicht nur auf das famose Drehbuch von Florian Frei und Viktoria So Hee Alz. Fast mehr noch profitieren sie von einem Ensemble, das sich im brandenburgischen Freiluftkammerspiel „Therapie wie noch nie“ die Seele aus dem Leib agiert, allen voran Karin Hanczewski als breitbeiniges Pulverfass Lin. Seit zehn Jahren fügt die Berlinerin ihrer Branche einen Menschenschlag hinzu, der partout nicht in dessen Geschlechterbild passen will: Zu herb, zu mürrisch und sexuell indifferent für feminine Fernsehstereotypen, schafft sie es regelmäßig, gleichsam weich und hart zu wirken, verletzlich und verletzend, anziehend und abstoßend. urban.cmd.

Source: Nachrichtenews.com

.display('medrect2'); }); var Criteo = Criteo || {}; Criteo.events = Criteo.events || []; Criteo.events.push(function() { Criteo.DisplayAcceptableAdIfAdblocked({ "zoneid": 962915, "width": 300, "height": 250, "containerid": "crt-medrect2", "callbacksuccess": function() { adslotFilledByCriteo('medrect2', true); } }); }); Dank dieser Fähigkeit wurde nicht nur ihre Dresdner „Tatort“-Kommissarin Gorniak zum spannendsten Charakter der Endlosreihe, er bringt auch die misanthropische Lin mit der blaugefärbten Ghetto-Frisur zum Glühen. Wie Hanczewskis Hardcore-Feministin vier Hardcore-Sexisten von Objekten zu Subjekten macht und dabei schräg von oben taxiert – erst das macht „Therapie wie noch nie“ zum vielschichtigen TV-Ereignis. In dem geht es nicht nur darum, eine Handvoll Alphatiere als Schlappschwänze zu enttarnen. Abseits aller Pointen ist es Regisseurin Šuba ebenso wichtig, „alte Denkweisen und Sehgewohnheiten aufzubrechen“, die Nikolaus Kühn als Filmmogul Ralf mit den Worten „ich dachte, #MeToo heißt, ihr wollt alle nicht“ auf den Punkt bringt. Während Lin die gerichtlich angeordnete Anwesenheitspflicht der Therapierten dafür nutzt, an deren Bankkonten zu kommen, darf Gloria (Bärbel Schwarz) durchaus triebgesteuert sein. „Deine Solidarität endet, wenn deine Libido sich meldet“, klagt ihre Komplizin und fügt hinzu: „Ich halte alle Menschen für schlecht; diese sind megaextraschlecht“. Weil jedoch fast jeder davon im Lauf der fünf Folgen mal sensible Seiten zeigt, ist „#heuldoch“ bei aller Freude am weiblichen Konter auch ein Appell, es sich mit Vorurteilen nicht allzu leicht zu machen. Mehr zum Thema ZDF-Film über Antisemitismus an Schulen Lachen am Abgrund Nikolaus von Festenberg Doch keine Sorge: Sexueller Missbrauch bleibt auch hier unverzeihlich und jeder Täter ein Arschloch. „Es gab schon klare Neins, aber ich hab’s in den Augen gesehen: nimmt mich!“, rühmt sich der Harvey-Weinstein-Verschnitt Ralf, während Nachwuchskicker Kobe (Karim Ben Mansur) faselt, „Frauen brauchen den Mann zum Überleben, sonst würden sie aussterben“. Wenn Lin beide durch die Hölle ihrer Rachlust schickt, kann es gar nicht brutal genug zugehen.

Source = nachrichteNews.com

Diese Nachricht 4 Treffer empfangen.

Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten


Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten


Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten


Baden-Württemberg Nachrichten Im Straflager des Feminismus Stuttgart Nachrichten

KOMMENTARE

  • 0 Kommentar