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nachrichteNews.com - Colin Dexter hat den Detektivroman modernisiert. Nun erscheinen seine legendären Inspector-Morse-Krimis in einer neuen deutschsprachigen Ausgabe.

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nachrichteNews.com - Colin Dexter hat den Detektivroman modernisiert. Nun erscheinen seine legendären Inspector-Morse-Krimis in einer neuen deutschsprachigen Ausgabe.

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16 November 2020 - 17:15

Aktuelle Nachrichten ! Woodstock, das wird oft vergessen, heißt nicht nur ein Nest, wo 400 000 Hippies ihr größtes Fest feiert. Es gibt auch ein Woodstock in Südengland, das unweit von Oxford am River Glyme liegt. In die Literaturgeschichte eingegangen ist es, weil Colin Dexter mit dem Band „Der letzte Bus nach Woodstock“ seine Krimireihe um den mürrischen Meisterdenker Inspector Morse begonnen hat.Sagenhafte Ironie Die dreizehn Romane sind so etwas wie der Goldstandard des Whodunit-Genres: ungemein spannend, aber auch sagenhaft ironisch. Sie waren die Vorlage für die Fernsehserien „Inspektor Morse“, „Lewis“ und „Der junge Inspektor Morse“. Alle Romane spielen in Oxford, auch wenn Morse mitunter die Universitätsstadt verlässt. Der Glanz der jahrhundertealten gelehrten Tradition bildet den Hintergrund der meisten Geschichten. In dieser Welt kannte sich Dexter aus, er hatte lange an einem College in Oxford gearbeitet. Zum 90. Geburtstag des 2017 verstorbenen Schriftstellers erscheinen alle Teile seiner Morse-Krimis in einer neuen deutschsprachigen Edition.Preziose fürs Museum Der „Wolvercote-Dorn“, im Original 1991 herausgekommen, gehört zu den stärksten Fällen. Eine Busladung amerikanischer Rentner steigt in Oxford ab, gleich nach der Ankunft stirbt die erste Touristin. Mit ihr verschwindet der Dorn, eine archäologische Preziose, die an ein Museum überreicht werden sollte. Dexter hält sich an die Konventionen klassischer britischer Detektivromane – begrenzter Ort, begrenzte Anzahl von Verdächtigen –, wie sie von Agatha Christie, Arthur Conan Doyle und Dorothy L. Sayers geprägt worden waren. Aber er hat das Genre modernisiert: mit einem Humor, der trockener nicht sein könnte.

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.] Typisch dafür ist ein verbaler Schlagabtausch zwischen Morse und dem Museumskurator Kemp. Vom Historiker über die Geschichte des Wolvercote-Dorns belehrt, das aus der Epoche Alfred des Großen stammt, entgegnet der Inspector spitz: „In der Schule mussten wir die Jahreszahlen der Könige von England auswendig lernen, leider erst ab Wilhelm der Ersten.“ Auf Kemps Besserwisserei „Sie hätten weiter zurückgehen müssen“ kontert Morse mit „Ich gehe immer so weit wie möglich zurück“ und der Standard-Kriminalistenfrage „Was haben Sie heute Nachmittag nach halb fünf gemacht?“.Eigenbrötler mit Alkoholproblem Feinzisilierte Dialoge sind Dexters Spezialität. Endeavour Morse ist nicht zu trauen. Der Eigenbrötler verachtet seine Vorgesetzten, beginnt gerne Affären mit Zeuginnen und hat ein Alkoholproblem. Gemeinsam mit seinem eifrigen, aber von ihm untergebutterten Assistenten Robert Lewis ist er unschlagbar. Das Gespann erinnert an Sherlock Holmes und dessen Stichwortgeber Dr. Watson. Allerdings lässt Morse Lewis nicht nur seine intellektuelle Überlegenheit spüren, sondern ihn auch grundsätzlich im Pub das Bier zahlen, das er im Lauf der Ermittlungen reichlich zu sich nimmt (Colin Dexter: Der Wolvercote-Dorn. Ein Fall für Inspector Morse. Aus dem Englischen von Ute Tanner. Unionsverlag, Zürich 2020. 279 Seiten, 12,95 €). Neu: Tagesspiegel Plus jetzt gratis testen!

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