Baden-Württemberg Nachrichten Diese drei Fehleinschätzungen kratzen an Spahns Image Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Falsches Versprechen zu Ladenöffnungen, fehlende FFP2-Masken für Heime, Unmut wegen Impfverzögerungen: Für Gesundheitsminister Spahn läuft es nicht rund.

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nachrichteNews.com - Falsches Versprechen zu Ladenöffnungen, fehlende FFP2-Masken für Heime, Unmut wegen Impfverzögerungen: Für Gesundheitsminister Spahn läuft es nicht rund.

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14 Dezember 2020 - 13:45

Aktuelle Nachrichten ! Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat in der ersten Corona-Welle vorausahnend betont, die Monate danach würden viel schwieriger als am Anfang der Krise, als noch alle dafür waren, kräftig durchzugreifen. Fast zeitgleich sagte Gesundheitsminister Jens Spahn damals den prophetischen Satz: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ So eine Pandemie sei ein ständiger Lernprozess.Beide CDU-Politiker haben recht behalten: Schäuble, der Spahn als den CDU-Hoffnungsträger schätzt, weil nach den Lockerungen und dem Gefühl im Sommer, es überstanden zu haben, die Coronamüdigkeit die Wucht der zweiten Welle begünstigt hat und Politiker von ähnlich rigiden Maßnahmen wie im März zurückschrecken ließ - bis nun nach einem zermürbenden Hin und Her ab Mittwoch doch wieder alles heruntergefahren wird. Und Spahn, weil einiges falsch gelaufen ist, vor allem im Sommer. Als die Regeln für Reiserückkehrer inkonsistent waren und oft geändert wurden. Und als man sich viel zu wenig auf die zweite Welle vorbereitet hatte, gerade was den Schutz der vulnerablen Gruppen durch Masken und Schnelltests anbelangt. Inzwischen beschreibt Jens Spahn die Gemütslage vieler Bürger so: Sie würden sich zurecht fragen: Wann ist denn mal gut? Spahns Antwort vergangene Woche im Bundestag: „Es ist noch nicht gut.“ Er geht als der Gesundheitsminister mit dem größten Etat in die Geschichte der Bundesrepublik ein, die Pandemie hat ihn 2020 auf 41,25 Milliarden Euro statt der geplanten 15,35 Milliarden ansteigen lassen. Doch obwohl Spahn als Krisenmanager mit starker Kommunikation in Krisenphase I glänzte, bekommt sein Image in Krisenphase II nun einige Kratzer. Allerdings werden einige Ministerpräsidenten wie Sachsens Michael Kretschmer (CDU) noch stärker von früheren Einschätzungen eingeholt. Drei Beispiele für Fehleinschätzungen und Versäumnisse Jens Spahns.1. Falsches Ladenöffnungsversprechen Am 1. September sagte Spahn auf einen Marktplatz in Bottrop: „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“ Doch nun will auch Spahn den harten Lockdown mit dem Schließen auch von Läden und Friseuren von Mittwoch an, bis mindestens zum 10. Januar 2021. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs sollen offen. Wie verträgt sich das mit Spahns Versprechen, die Läden würden nicht mehr geschlossen? urban.cmd.push( function() { urban.display('medrect2'); }); var Criteo = Criteo || {}; Criteo.events = Criteo.events || []; Criteo.events.push(function() { Criteo.DisplayAcceptableAdIfAdblocked({ "zoneid": 962915, "width": 300, "height": 250, "containerid": "crt-medrect2", "callbacksuccess": function() { adslotFilledByCriteo('medrect2', true); } }); }); [Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]Spahn sagt: „Die großen Menschenansammlungen in den Innenstädten, auf dem Weg zum Einkaufen, in den Bussen, in den Bahnen“ seien das Problem. Dazu die Glühweinstände. Und gerade in Einkaufszentren seien die Ansammlungen Infektionsquellen, nicht die 20-Quadratmeter-Regelungen in den Läden an sich. Mit dieser Begrenzungs-Regelung für die Vorweihnachtszeit, also maximal 40 Leute gleichzeitig in einem Geschäft mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, hatten Bund und Länder versucht, das Geschehen drinnen zu entzerren. „Das ist eine gute Regelung, um Infektionen zu vermeidet“, glaubt Spahn. Nun aber argumentiert er wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere mit dem „Draußen-Problem“, um drinnen den Betrieb doch wieder ganz runterzufahren. Waren lange Zeit Mangelwaren in Alten- und Pflegeheimen: FFP2-Masken.Foto: imago images/Jochen Eckel2. Die fehlenden FFP2-Masken und SchnelltestsIn der Vorlage für die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses, in der der Bundesetat 2021 mit weiteren 180 Milliarden Euro an Schulden festgezurrt wurde, gibt es ganz am Ende einen interessanten Anhang aus Spahns Ministerium. Darin steht: Als Ausrüstung für die Beschäftigten im Pflegesektor sollen sämtliche 33168 stationären und ambulante Pflegeeinrichtungen in Deutschland aus dem vom Gesundheitsministerium beschafften Bestand Masken erhalten. „Abhängig von der Beschäftigtenzahl werden den Pflegeeinrichtungen ein oder mehrere Standardpakete (jeweils 1000 FFP2/KN95- und 2000 OP-Masken) zugestellt.“ Und: „Die Auslieferung begann am 10.November 2020 und wird sich bis Ende Januar 2021 ziehen.“ Das lässt aufhorchen: Warum wurden nicht viel früher Pflegeheime ausgestattet? Am 10. November galt schon zehn Tage ein Lockdown Light im Land. Zusammen mit anderen Beschaffungsverfahren hatte sich das Ministerium rund 1,7 Milliarden FFP-2-, KN95- und FFP-3-Masken gesichert – zu teils völlig überteuerten Preisen und mit windigen Partnern. urban.

Source: Nachrichtenews.com

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Source = nachrichteNews.com

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