Baden-Württemberg Nachrichten Die Homeoffice-Verlierer: Bad Vilbeler Unternehmer berichten Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Die Pandemie hat die Büros auch in der Wetterau ausgedünnt: Homeoffice heißt die Devise. Laut Umfragen sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehr zufrieden damit. Aber es gibt auch Verlierer.

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nachrichteNews.com - Die Pandemie hat die Büros auch in der Wetterau ausgedünnt: Homeoffice heißt die Devise. Laut Umfragen sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehr zufrieden damit. Aber es gibt auch Verlierer.

Baden-Württemberg Nachrichten Die Homeoffice-Verlierer: Bad Vilbeler Unternehmer berichten Stuttgart Nachrichten
12 Oktober 2020 - 05:15

Aktuelle Nachrichten ! Die Pandemie hat die Büros auch in der Wetterau ausgedünnt: Homeoffice heißt die Devise. Laut Umfragen sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehr zufrieden damit. Aber es gibt auch Verlierer.Das Leben ist legerer geworden. Die Jogginghose hat den Anzug und das Kostüm als legitime Arbeitskleidung abgelöst. Video- und Telefonkonferenzen sind in einer Zeit, in der persönlicher Kontakt zur Gefahr geworden ist, das Maß aller Dinge - mit gravierenden Auswirkungen für die Modeindustrie. Laut Handelsverband Textil hat der stationäre Mode-Fachhandel zwischen März und August fünf Milliarden Umsatz eingebüßt. Umsatz-Einbruch bei Anzügen "Homeoffice verändert den Bedarf an Kleidung. Aber glücklicherweise führt es nicht dazu, dass die Leute massiv verlottern", sagt Jochen Ruths, Inhaber der gleichnamigen Modegeschäfte in Friedberg und Bad Nauheim. Bei den Anzügen für Männer und bei Kostümen und Hosenanzügen für Frauen ziehe die Nachfrage wieder etwas an. Allerdings hat dieser Kleidungssektor harte Monate hinter sich. Stand Ende September fehle bei den Anzügen die Hälfte des gewohnten Umsatzes, sagt Ruths über seine Bilanz.Neben dem Homeoffice leidet das Geschäft unter anderen Corona-Auswirkungen: "Da fehlen Messen, Hochzeiten, Kommunion und Konfirmation." Krawatten sind laut Jochen Ruths momentan vollkommen weggebrochen, bei T-Shirts und Pullis laufe es aber gut."Alles, was irgendwie Business und Festivitäten betrifft, hat es arg gebeutelt", sagt Jochen Rottgardt, Geschäftsführer von Hinzen Herrenmoden. Er führt das Familienunternehmen in dritter Generation in Bad Nauheim.Beim Verkauf von Hemden, Sakkos, Anzügen und Krawatten sah es in letzter Zeit ziemlich düster aus. "In dem Bereich haben wir die Umsätze halbiert", sagt Rottgardt. Andererseits: "Wir haben mehr Bermudas und Shorts verkauft als je zuvor." Ein Ausgleich ist das aber nicht. Er sehe beim Blick in die Zukunft nicht schwarz, sagt der Hinzen-Chef. Das Geschäft werde sich eben verschieben. "Ich denke, auch dauerhaft werden wir in dem Business nicht mehr die Umsätze erreichen, die wir 2018 oder 2019 gemacht haben." Dafür sieht Rottgardt Chancen bei Sportswear, bei Freizeitkleidung.

Source: Nachrichtenews.com

. Es stürzt aber auch ganze Branchen in die Krise. Laut dem Nachrichtenportal n-tv kommt eine Studie des Beratungsunternehmens PWC am Beispiel von Großbritannien zu dem Schluss, dass die Volkswirtschaft Einbußen von über 16 Milliarden Euro erleiden könnte, wenn ein Großteil der Büroangestellten weiterhin von zu Hause aus arbeitet.Von der Arbeit im Büro hängt eine lange Wertschöpfungskette ab, bekräftigt ein Experte und nennt als Beispiele Büro-Vermieter, Makler, Architekten, aber auch Tankstellen, Einzelhändler, IT-Ausstatter. Und Textilreinigungen.Davon weiß Hans Dietrich Kathari, Geschäftsführer des gleichnamigen Friedberger Reinigungsunternehmens, ein Lied zu singen. "Es hat uns rund 80 Prozent Arbeit gefehlt", sagt er. Mittlerweile fahre man etwa 60 Prozent Leistung. Wegen Corona musste Stellen gestrichen werden.Kathari veranschaulicht die Gründe für die Misere: Ein Kunde habe die ganze Woche über ein Hemd und eine Krawatte für die Konferenz bereit hängen, während der Konferenz trage er untenrum aber immer noch eine Jogginghose. "Das ist Ausdruck dessen, was die ganze Zeit passiert", sagt Kathari Ein anderes Beispiel: Anfang Juli hätten Außendienstler in der Reinigung Kleidung abgeholt, die sie vor dem Lockdown abgegeben hätten. "Sie haben es bis dahin definitiv nicht gebraucht."Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft gehen davon aus, dass die Arbeit im Homeoffice auch nach Corona in vielen Branchen zur Dauerlösung wird. Laut dem Statistikportal statista rechnen 75 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft mit einer dauerhaften Ausweitung der Heimarbeit.Was ist mit der Mittagspause?Das dürfte viele Gastronomen nicht freuen, bei denen sich normalerweise Arbeitnehmer aus der Umgebung in der Mittagspause stärken. Die WZ hat bei zweien nachgefragt. Silko Hauswald vom "Schlemmer-Bistro im Blockhaus" im Bad Nauheimer Taubenbaum-Gebiet klingt noch recht entspannt. Es kämen derzeit etwas weniger Gäste, was aber eher an Kurzarbeit liege als am Homeoffice. Viele würden Essen zum Mitnehmen kaufen und sich nicht reinsetzen.Die Auswirkung von Homeoffice und Kurzarbeit merke er schon, sagt Robert Staffetius. "Mir fehlen im Prinzip die Vergleiche, sagt er aber auch, denn Staffetius hat seinen "Treffpunkt Grillwerk" in Friedberg im März eröffnet - da ging es mit Corona richtig los.Hessen will sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass mehr Menschen ihr Homeoffice von der Steuer absetzen können. Insbesondere Bürger, die sich kein eigenes Arbeitszimmer einrichten können, sollen profitieren. Die Initiative sieht vor, dass pro vollem Tag im Homeoffice ein Pauschalbetrag von 5 Euro als Werbungskosten angesetzt werden kann - maximal 600 Euro pro Jahr. dpa

Source = nachrichteNews.com

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