Baden-Württemberg Nachrichten Corona belastet vor allem niedrige Einkommen Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Verteilungsbericht der Böckler-Stiftung des DGB: Folgen der Pandemie vergrößern die Kluft zwischen Arm und Reich.

Baden-Württemberg Nachrichten Corona belastet vor allem niedrige Einkommen Stuttgart Nachrichten

nachrichteNews.com - Verteilungsbericht der Böckler-Stiftung des DGB: Folgen der Pandemie vergrößern die Kluft zwischen Arm und Reich.

Baden-Württemberg Nachrichten Corona belastet vor allem niedrige Einkommen Stuttgart Nachrichten
19 November 2020 - 18:15

Aktuelle Nachrichten ! Corona vergrößert den Abstand zwischen Arm und Reich. Wer vor der Krise ein geringes Einkommen hatte, muss in diesem Jahr mit noch weniger Geld zurechtkommen. Dagegen kommen die Bezieher höherer Einkommen in der Regel unbeschadet durch Lockdown, Kurzarbeit und Rezession. „Erwerbspersonen mit niedrigen Einkommen sind im bisherigen Verlauf der Coronakrise fast doppelt so häufig von Einbußen betroffen wie Menschen mit hohen Einkommen“, heißt es im jüngsten Verteilungsbericht des sozialwissenschaftlichen Instituts der Böckler-Stiftung (WSI).Die unteren Einkommen bleiben untenDamit setzte sich ein Trend fort, der die zehn Wachstumsjahre nach der Finanzkrise 2008/09 gekennzeichnet hat: Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkünften bleiben von einer insgesamt positiven Einkommensentwicklung weitgehend abgekoppelt. So lagen im „untersten“ Zehntel der Haushalte die mittleren Nettoeinkommen im Jahr 2017 – für spätere Jahre gibt es noch keine Daten – um knapp drei Prozentpunkte unter dem Niveau von 2010. Gleichzeitig legten die Nettoeinkommen der Haushalte im obersten Zehntel der Einkommensverteilung um knapp acht Prozentpunkte zu.[Wenn Sie aktuelle Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können. ]Die aktuelle WSI-Studie basiert auf zwei Datenquellen: Dem Sozio-ökonomischen Panel, mit dem langfristig die Einkommens- und Vermögensverteilung untersucht wird, sowie der Befragung von 6300 Erwerbstätigen und Arbeitssuchenden im April und Juni dieses Jahres, um die Coronafolgen zu ermitteln.Identifikation mit Demokratie gefährdetOb die Pandemie ohne „tiefe gesellschaftliche Risse“ überstanden wird, hängt nach Einschätzung des gewerkschaftlichen Instituts von der Verbreitung von Tarifverträgen und der sozialen Sicherung ab sowie vom Schutz der Haushalte mit geringen Einkommen. Gelinge das nicht, könnte die Identifikation „erheblicher Teile der Bevölkerung mit der Demokratie“ beschädigt werden. Menschen mit Einkommensverlusten „zeigen sich empfänglicher für Verschwörungsmythen zur Pandemie“, schreiben die Sozialwissenschaftler.Keine Einbußen für BeamteKonkret haben im Durchschnitt aller Befragten bis Juni knapp 32 Prozent Einkommenseinbußen erlitten. Beschäftigte mit prekären Arbeitsverhältnissen, etwa als Leiharbeiter oder Minijobber mussten größere Einbußen verkraften. Freiberufler und Selbstständige waren stark betroffen, Beamte kaum. Erwerbstätige im Gastgewerbe, die oftmals nur in Teilzeit arbeiten oder als Minijobber, hatten besonders häufig Einbußen. urban.cmd.push( function() { urban.

Source: Nachrichtenews.com

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Source = nachrichteNews.com

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